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Vanille oder Vanillin für die Weihnachtsguetzli?
Aus Espresso vom 08.12.2014.
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«Espresso Aha!» Vanille oder Vanillin für die Weihnachtsguetzli?

Sucht man im Laden Vanille-Geschmack für die Weihnachtsguetzli, stösst man auf Vanille- und Vanillin-Zucker. «Espresso Aha!» fragt, worin der Unterschied liegt und ob man diesen in den fertigen Guetzli schmeckt.

Vanillin ist nichts anderes als der Aromastoff in der Vanille-Schote. Es wird seit 1874 auch künstlich hergestellt, weil es nicht genug Vanille-Schoten gibt. «Die Vanille-Ernte weltweit reicht bei weitem nicht aus, um alles mit Vanille zu aromatisieren, was heute nach Vanille schmeckt», erklärt Norbert Fischer, Dozent für Lebensmittelchemie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Aufwändige Produktion

Im Vergleich zur Produktion von natürlichen Vanille-Schoten ist die Herstellung von künstlichem Vanillin deutlich günstiger. Die meisten Vanille-Schoten, die in der Schweiz verkauft werden, kommen aus Madagaskar. Ihr Anbau ist relativ aufwändig. Die Schoten sind nicht alle zum gleichen Zeitpunkt reif und werden von Hand gepflückt. Danach müssen sie mehrere Wochen gelagert werden.

Aroma ist Geschmacksache

Das Aroma der natürlichen Vanille-Schote sei rauchiger als das künstliche Vanillin-Aroma, sagt Norbert Fischer. Vanillin würde stärker nach Vanille schmecken und sei deshalb auch beliebter. Fischer erinnert sich dabei an Studien, die in der Aromaindustrie gemacht wurden: «Am besten haben Aromen abgeschnitten, die von Vanillin geprägt waren.» Offensichtlich hat sich unser Geschmackssinn an das Vanillin gewöhnt.

«Espresso Aha!»

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«Espresso Aha!»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi , Stäfa
    Es ist leider so, dass künstlich hergestellte Aromen beliebter sind weil intensiver. Trotzdem kaufe ich nur Vanilleschoten resp. Vanillezucker und nicht Vanillinzucker. Kostet etwas mehr aber wenn man es als Tourst kauft ist er nicht teurer.... . Auch Dr. Oetker hat gemerkt, dass man von den Schweizern dreimal mehr verlangen kann als von den Einheimischen.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli , Guatemala Ciudad
    Erinnert mich an den "Mailänderliteig" beim ausstechen. Den frass ich besonders gerne roh vor dem Backen ;-) Meine Mutter schiss mich jedesmal zusammen, Mehl hat Wurmeier drin. War noch in den 50/60er. Naja, ein paar harmlose Spulwürmer im Darm, stärken das Immunsystem. Weiss jedes normale Kind. Viel mehr stellen sich meine Haare zu Berge, wenn ich ein industrielles Toastbrot heute nach 4 Monaten ohne Schimmel noch verzehren kann?!!! Fressen wir nur noch Chemie und "Zentel"???
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  • Kommentar von T. Hofer , Rosshäusern
    "Vanillin ist nichts anderes als der Aromastoff in der Vanille-Schote." - Naja, treffender wäre hier wohl: Vanillin ist mit einem Anteil von zirka 70% der wichtigste von über 50 Aromastoffen in der Vanille-Schote. Damit würde dann auch ersichtlich, warum Vanillin eben nicht gleich wie Natur-Vanille schmeckt.
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