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Warum haben Kartoffeln meist weibliche Namen?
Aus Espresso vom 29.09.2014.
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«Espresso Aha!» Warum haben Kartoffeln meist weibliche Namen?

Der Star unter den Kartoffeln ist die Charlotte. Es gibt aber auch Alexandra, Nicola, Annabelle, Laura, Erika und viele andere. Sie alle tragen Frauennamen. «Espresso Aha» fragt, wieso das so ist.

Es gibt verschiedene Erklärungen dafür, dass Kartoffeln meistens weibliche Namen haben. Die naheliegendste ist laut Peter Latus vom Bundesamt für Landwirtschaft (BWL), dass es DIE Kartoffel heisst. Es gebe aber durchaus auch Kartoffeln mit männlichen Namen, sagt der Experte für Pflanzensorten und Saatgut. Eine mögliche historische Erklärung liefert Christine Heller von der Branchenorganisation Swiss Patat: «In Deutschland haben die Bauern früher die Kartoffeln nach der schönsten Tochter benannt.»

Saatgut aus dem Ausland

Für die Namensgebung sind auch in der Schweiz die Bauern, beziehungsweise die Züchter, zuständig. Nur gibt es ausser dem «blauen St. Galler» keine einzige Schweizer Sorte! Die Kartoffeln, die bei uns im Handel zu kaufen sind, kommen ursprünglich alle aus Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden. Die Schweizer Bauern bekommen von dort das Saatgut und pflanzen es hier an. Eine neue Kartoffelsorte zu züchten lohnt sich in der Schweiz nicht. Das sei zu aufwändig für den kleinen Markt, sagt Peter Latus vom BWL.

Gute Ernte erwartet

In der Schweiz werden auf rund 11‘000 Hektaren Kartoffeln angebaut. Im September ist Erntezeit für die meisten Sorten. In diesem Jahr wird gemäss Swiss Patat eine gute Kartoffelernte erwartet. Trotz dem nassen Sommer und den starken Temperaturschwankungen. Das heisst, es sollten etwa 50‘000 Tonnen Kartoffeln geerntet werden – die meisten mit weiblichen Namen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Vincent Ullmann , Fribourg
    vielleicht Botan.Garten Fribourg anfragen. L. Jahr wurden ca. 10 einheimische Sorten angebaut, meist mit FR Namen. Was ist in andern Kantonen? Ev weiter recherchieren. Es sollte auch differenziert werden zwi angebauten und vermarkteten Sorten. Danke
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  • Kommentar von S. Nogler , Bever
    NIcola ist doch ein männlicher Name, oder? Ich kenne einige Menschen, die Nicola heissen und alle sind männlich! Nur Aufgrund der Endung -a ist ein Name noch lange nicht weiblich. Leider denken aber je länge je mehr Menschen, dass eindeutig männliche Namen wie z.B. Elia, Josia oder eben Nicola weiblich seien.
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    1. Antwort von Ingrid Betschart , Schattdorf
      S.Nogler Nicola gibts als Frauen- und Männername. Das gibts auch bei andern Namen. z.B. Andrea oder Dominique. Das liegt glaube ich an der Sprachregion. Im Italienischen gibts einige Männernamen die mit a aufhören, die im Deutschen Frauennamen sind.
    2. Antwort von S. Zulauf , Chur
      Ja das sehe ich auch so. Nicole wäre dann die weibliche Form.
  • Kommentar von René Mühlemann , Wädenswil
    Die Kartoffeln stammen aus Lateinamerika, dort gibt es etwa 2000 Sorten davon. Auch Tomaten, Mais, Lamas uvam. was hierzulande oftmals gerne als einheimisch bezeichnet wird stammt nicht von hier.
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