Zerkratzte Titan-Bratpfanne ist nicht giftig

Es ist eines der hartnäckigsten Gerüchte aus der Küchenwelt: Eine zerkratzte Pfanne mit Titan- oder Teflon-Beschichtung sei giftig. «Espresso Aha!» sagt: Stimmt nicht!

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Bildlegende: Mit dieser Pfanne könnte ohne Bedenken gekocht werden. zvg

Hat die Teflon- oder Titan-Beschichtung der Bratpfanne einen Kratzer, landet sie in vielen Haushalten im Abfall.

Das ist nicht nötig, sagt Ernährungsberaterin Stefanie Hochstrasser von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung: «Teflon ist für unsere Gesundheit unschädlich.» Wenn jemand ein Stückchen Teflon verschluckt, wird es unverdaut wieder ausgeschieden. Der Körper nimmt Teflon nicht auf.

Einziger Nachteil: Die Antihaftwirkung ist schlechter

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«Espresso Aha!»

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Hat man statt einer Teflon- eine modernere Titan-Pfanne, macht das keinen Unterschied. Eine Titanpfanne habe einfach unter dem Teflon noch eine Titanschicht, erklärt Stefanie Hochstrasser. Zerkratzt sei aber auch bei diesen Pfannen das Teflon.

Auf die Gesundheit hat eine zerkratzte Teflon-Bratpfanne also keine negativen Auswirkungen, beruhigt die Ernährungsberaterin: «Die Pfanne erfüllt einfach ihren Zweck nicht mehr gleich gut. An den zerkratzten Stellen wirkt die Antihaft-Beschichtung nicht mehr.»

Überhitzte Teflonpfannen sind giftig

Giftig ist bei Teflonpfannen etwas anderes: Wird die Pfanne zu stark erhitzt, verflüchtigen sich Teile der Teflon-Beschichtung. «Das gibt dann wirklich giftige Dämpfe», warnt Stefanie Hochstrasser.

Diese Dämpfe entstehen allerdings erst ab 350 Grad. Dafür muss die Pfanne extrem stark überhitzt werden. Bereits ab 250 Grad nimmt die Beschichtung Schaden.

Deshalb soll eine Teflonpfanne nie länger als 3 Minuten leer auf dem heissen Kochherd stehen, rät die Ernährungsberaterin. Sie empfiehlt, die Pfanne nie leer zu erhitzen, sondern immer mit ein wenig Öl. Dann merke man rechtzeitig am Geruch, dass die Pfanne heiss ist.