Zum Inhalt springen
Inhalt

«Espresso Aha!» Sind «heissi Marroni» zu teuer?

Zwischen 3.60 und 4 Franken kostet eine Handvoll Marroni am Stand. Manch ein Kunde staunt ob der hohen Preise. Die Ernte ist zwar gut angelaufen, doch Pilzbefall macht den Früchten in Italien, Spanien und Portugal zu schaffen. Und auch der heisse Spätsommer hat ihnen teils zugesetzt.

Legende: Audio Sind «heissi Marroni» zu teuer? abspielen. Laufzeit 04:14 Minuten.
04:14 min, aus Espresso vom 22.10.2018.

«Vier Franken für das bisschen Marroni?», staunt manch ein Kunde in diesen Tagen. Seit Jahren steigen die Preise am Marroni-Stand. Die aktuelle Ernte ist soeben angelaufen. Auch Marco Schwab importiert Marroni aus Italien in grösseren Mengen. Er ist Geschäftsführer der Rudolf Moser AG, welche Marroni-Püree herstellt. «Bis jetzt schaut die Ware wirklich gut aus, erstaunlich süss für den frühen Zeitpunkt der Saison», und er hoffe, dass es so weitergehe.

Eine Prognose zu machen sei schwierig, sagt Grossimporteur Renzo Strazzini der Gysi und Strazzini AG: «Esskastanien in Italien, Spanien und Portugal leiden zurzeit unter einem Pilzbefall. Kommt hinzu, dass die Hitze im Spätsommer den Früchten zugesetzt hat.» Die Früchte seien geschrumpft und die Kleinen unter ihnen leider nicht mehr verkäuflich. Solche Umstände bei steigender Nachfrage trieben die Preise in die Höhe.

«Espresso Aha!»

«Espresso Aha!»

Jeden Montag beantwortet die Konsum-Sendung «Espresso» auf Radio SRF 1 in der Rubrik «Aha!» eine Frage aus dem Publikum. Haben auch Sie eine? Stellen Sie sie!

Edelkastanien sind aufwändig

Beide Importeure geben zu bedenken, wie viel Arbeit bei der Baumpflege und Ernte anfalle. «Sobald die Früchte am Boden liegen, müssen sie aufgehoben werden. Sonst können Würmer und Pilze sich ausbreiten.» Auch die Lagerung sei mit viel Aufwand verbunden. Die Marroni müssten regelmässig gedreht und gewendet werden und bräuchten regelmässig Feuchtigkeit. «Dazu kommt die Arbeit des Marroni-Verkäufers», ergänzt Marco Schwab.

Die Preise in die Höhe getrieben hat in den letzten Jahren auch noch ein Schädling. Die Plantagen in Italien hätten schwere Zeiten hinter sich wegen der Invasion der chinesischen Gallwespe vor rund zehn Jahren. «Die Edelkastanien wurden arg geschwächt, und es gab bei steigender Nachfrage viel weniger Ertrag», blickt Renzo Strazzini zurück.

Radio-Tipp

Radio-Tipp

Den Beitrag dazu hören Sie am Montag um 08.10 Uhr auf Radio SRF 1.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.