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Frau auf Weihnachtsmarkt hebt einen Tannenbaum im Kübel an.
Legende: Christbaumverkauf in der Schweiz. Keystone
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Familie und Freizeit Oh Tannenbaum – wie billig du bist

Grossverteiler wie die Landi oder Jumbo verkaufen Christbäume für weniger als 20 Franken. Gegen solche Preisbrecher-Aktionen sind einheimische Christbäume chancenlos. Die Schweizer Christbaum-Produzenten wehren sich.

Im Gegensatz zu den grossen, industriellen Christbaum-Kulturen in Dänemark oder Deutschland findet die Produktion von Christbäumen in der Schweiz in einer Nische statt. Landwirte, Forstämter und Gärtnereien ziehen sowohl die einheimischen Tannenbäume wie auch die beliebte Nordmanntanne auf. Diese hat den Vorteil, dass sie die Nadeln nicht verliert.

Rund eineinhalb Millionen Christbäume stehen in Schweizer Stuben. 60 Prozent davon sind im Ausland gewachsen.

Dabei wären die Schweizer Produzenten durchaus in der Lage, mehr einheimische Bäume auf den Markt zu bringen, sagt Philipp Gut von der Produzentenorganisation IG-Suisse-Christbaum: «Wir könnten noch mehr Christbäume anbauen, doch im Moment stimmt das Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot.»

Discountbaum vom Grossverteiler

Seit einigen Jahren überbieten sich einzelne Grossverteiler wie die Landi oder Jumbo mit Christbaum-Aktionen. Dort sind Nordmann-Tännchen zurzeit schon für unter 20 Franken zu haben.

Man biete auch Rottannen und Nordmanntannen von Schweizer Produzenten an, betont Landi-Mediensprecherin Sonja Schild. Der Konsument wünsche aber eine gewisse Auswahl an Produkten und Preisen: «Wir stehen in Konkurrenz mit anderen Anbietern im Bau- und Hobbymarkt, die ausländische Christbäume teilweise noch günstiger anbieten als wir.»

Bald mehr Schweizer Christbäume?

Jumbo hat 2015 erstmals Schweizer Christbäume im Sortiment – zehn Prozent vom gesamten Jumbo-Christbaum-Angebot. Es sei aber nicht einfach gewesen, diese 4000 Schweizer Bäume bei drei Produzenten zu organisieren, sagt Daniel Hofmann von der Medienstelle von Jumbo: «In der Schweiz wurde es bisher verpasst, die Christbaumproduktion soweit zu industrialisieren, dass die Grossverteiler ihre nötigen Stückzahlen ordern können»

Hier setzt das Angebot der IG-Suisse-Christbaum an. Die Organisation der rund 500 Schweizer Christbaumproduzenten möchte den Grosshandel darin unterstützen, die nötige Menge zusammenzubringen und die Qualität sicherzustellen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Wiedmer , Bünzen
    Christbäume züchten ist grosse Umwelt Belastung weil sehr viel Unkrautvertilger verspürt wird egal woher sie kommen!!!! man sollte es lassen diese zu kaufen!!!
  • Kommentar von Ursula Sieber , SG
    Unser Christbaum kommt - wie jedes Jahr - aus heimischem "Garten". Unsere Ortsgemeinde verteilt Rottannen, welche selber gezogen werden. Der Christbaum-Verkauf ist ein fester Termin im Kalender, auch um sich zu treffen und frohe Feiertage zu wünschen. Gut fürs Dorfleben. Ich geniesse das jedes Jahr!
  • Kommentar von Kurt E. Müller , Zürich
    Eigentlich gibt es keinen grösseren Witz als diesen Christbaum Unsinn. Da wird ein wunderschöner, jahrelang gewachsener Tannenbaum umgesäbelt und entwürdigt, nur um ihn eine Woche lang in eine überheizte Stube zu stellen, mit allerlei furchtbarem Kitsch zu behängen und anschliessend als Sondermüll zu entsorgen. Und wozu das alles? In der Bibel steht jedenfalls nichts von einem Christbaum.
    1. Antwort von Christoph Heierli , Paspels
      Sie tun mir leid Herr Müller, haben sie nie an Weihnachten in Kinderaugen geschaut in denen sich der Christbaum spiegelt?
    2. Antwort von Mauro Mazzotti , Basel
      @Müller: Wie wahr! @Heierli: In meiner Kindheit war der Baum inmer so kitschig geschückt und so voller Glitter, dass ich mich nie und nimmer drin spiegeln konnte...
    3. Antwort von Daniel Tschanz , Thun
      @ Christoph Heierli Grob ausgedrückt - leuchtende Kinderaugen rechtfertigen noch lange keinen ökologischen Blödsinn. Die Tradition mit dem Christbaum besteht weil "man es halt so macht". Es wiederspiegelt unsere Gesellschaft. Gutes für die Umwelt tun und Schlechtes weglassen, aber trotz dem auf Nichts verzichten können/wollen wenn es dann um die Wurst geht.
    4. Antwort von Tina Ammann , St. Gallen
      Kleinkariter und unwissend geht es kaum noch. Und dies aus der offenen Weltstadt Zürich.
    5. Antwort von p.keller , kirchberg
      Mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen ist auch ökologischer Unsinn.