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Betrugsmasche Lotteriegewinn
Aus Espresso vom 16.07.2014.
abspielen. Laufzeit 02:39 Minuten.
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Geld Spanische Lotto-Gauner ködern wieder

Der Trick spielt mit unseren Träumen: Was wäre, wenn ich eine Million gewinnen würde? Wenn die Mitteilung kommt, per Brief oder Mail, dass man angeblich gewonnen hat, verliert mancher den Bezug zur Realität. Wer in die Falle tappt, sollte die Polizei einschalten.

Tausende Mails, Briefe und SMS seien im Umlauf an irgendwelche Adressen in der Schweiz. Darin wird den Leuten mitgeteilt, sie hätten angeblich in einer Lotterie gewonnen und sollten sich mit dem Anwaltsbüro im Briefkopf in Verbindung setzen, damit man den Millionengewinn auszahlen könne.

Der kleine Haken: Man muss zuerst einen Vorschuss leisten. «Es ist die Gier, die uns Menschen antreibt, eine solche Geschichte zu glauben», sagt Martin Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention in der Konsumentensendung «Espresso» von Radio SRF1.

Keine Lotterie schickt Geld, wenn man nicht mitspielt

Auch ein Espresso-Hörer war in Versuchung, dem Schreiben zu glauben, obwohl er eigentlich wusste, dass dies nur eine Gaunerei sein könne. «Ich will es schwarz auf weiss haben, dass dies ein Betrugsversuch ist, bevor ich das Mail ganz lösche.»

Nun, so ist es. Auch Martin Boess von der Schweizerischen Kriminalprävention sagt dazu: «Keine Lotterie der Welt schickt Ihnen Geld, wenn Sie noch nicht einmal mitgespielt haben». Leider würden sich aber immer wieder Menschen dazu verleiten lassen, das zu glauben und auf die Masche einzusteigen.

Bis zu 180'000 Franken verloren

Bei dieser Art von Betrug sprechen Experten von sogenanntem Vorschussbetrug. Das heisst, die Opfer werden aufgefordert, eine gewisse Summe Geld an eine Anwaltskanzlei zu überweisen.

Mit diesen paar hundert Franken sollte dann der Millionentransfer auf das eigene Konto möglich gemacht werden. Später meldet sich ein neuer Anwalt, der wieder Geld verlangt, oder eine angebliche EU-Behörde, etc.

Bei der Schweizerischen Kriminalprävention sind Fälle bekannt, bei denen die Opfer weit über 100'000 Franken verloren haben.

Der Experte rät:

  • Mails, SMS, oder Briefe solcher Art gehören in den Abfall oder gelöscht
  • Auf keinen Fall Adresse oder Bankdaten senden
  • Keine Geldzahlungen leisten
  • Wer Geld überwiesen hat, soll sich unbedingt mit der Polizei in Verbindung setzen.

Spanische Lotto-Gauner lassen viele Träume platzen

«Kassensturz» berichtete 2009 über eine Frau, die in Spanien das grosse Glück suchte und dabei Bekanntschaft mit dem organisierten Verbrechen machte. Sie traute ihren Augen nicht: Sie gewinnt 600‘000 Euro in der spanischen Lotterie. Doch auch hier: Zuvor musste sie eine happige Gebühr überweisen. Zum Artikel

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24.03.09: Spanische Lotto-Gauner lassen Träume platzen
Aus Kassensturz vom 24.03.2009.
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«Schredder»

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«Schredder»

In dieser Service-Rubrik publiziert «Kassensturz/Espresso» die neusten Betrugs-Warnungen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von T. Stähli , Sursee
    Bei mir waren sie besonders lustig. Weil ich den Gewinn vor 4 Jahren nicht bezog, wurde das Geld angelegt und aus den ursprünglichen 3 Mio. wurden (schwuppdiwupp) 4 Mio. Nun könnte ich diese beziehen. Wenn ich den Termin verpasse (1 Monat), werde es wieder angelegt, was natürlich meine Absicht ist. Bin ja nicht blöd, in 4 Jahren werden es sogar über 5 Mio. sein...
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  • Kommentar von Peter Patzen , Bonaduz
    Auf solche Betrugsversuche hereinfallen kann man nur mit "Dummheit pur" kommentieren. Mitleid mit solch naiven Mitbürgern ist völlig fehl am Platz. Die Polizei sollte sich wichtigeren Problemen widmen.
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  • Kommentar von Kilian Baumann , St. Gallen
    Um die Jahrtausendwende herum wurde diese Masche mit angeblichen Erbschaften von nigerianischen Banden angewandt. Im deutschen Fernsehen gab es damals einen Bericht über ein potentielles deutsches Opfer. Dieser Mann hat den Spiess aber umgedreht und die Nigerianier beinahe zur Verzweiflung getrieben. Immer kam wieder etwas dazwischen, das die Ueberweisung des Vorschusses verhinderte bzw. waren zusaetzliche Kontenangaben aus Nigeria erforderlich. Schlussendlich gaben die Afrikaner entnervt auf.
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