Zum Inhalt springen

Header

Audio
Verdacht auf Leasing-Bschiss: Was das für Sie bedeutet
Aus Espresso vom 16.07.2014.
abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
Inhalt

Geld Verdacht auf Leasing-Bschiss: Was das für Kunden bedeutet

Die Wettbewerbs-Kommission Weko untersucht, ob neun grosse Auto-Leasingfirmen ihre Preise abgesprochen haben. Solche Preisabsprachen verhindern den freien Wettbewerb und gehen zu Lasten der Kunden. «Espresso» beantwortet die wichtigsten Fragen für Konsumenten.

Wie lautet der konkrete Verdacht der Weko?
Die Autoleasing-Firmen sollen in regelmässigen Treffen Daten ausgetauscht und Preise abgesprochen haben. Besonders relevant für die Leasingnehmer sind dabei mögliche Absprachen bei den Leasingraten (Zinsen) und beim Restwert, für den das Fahrzeug nach dem Leasing allenfalls erworben werden kann.

Was würden solche Absprachen für die Kunden bedeuten?
Sprechen Leasingfirmen ihre Zinsen ab, gibt es weniger Wettbewerb. Somit steht keine Leasingfirma unter dem Druck, mit einem günstigen Zins um Kunden zu werben. Die Leasingraten sind für die Kunden höher als im freien Wettbewerb. Wenn die Firmen den Restwert der Fahrzeuge abgleichen, bezahlt der Kunde nach dem Leasing vermutlich einen höheren Preis für sein Auto als ohne diese Absprachen.

Was können Konsumenten tun?
Im Moment nichts. Es ist noch nicht klar, ob die Weko diese Vorwürfe in ihrer Untersuchung erhärten kann. Diese dauert voraussichtlich bis Ende 2015.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, besteht die Möglichkeit auf zivilrechtlichem Weg Schadenersatz zu fordern. Dabei muss der Kläger einen finanziellen Schaden nachweisen können, der in direktem Zusammenhang mit den Preisabsprachen steht.

Was sagen die Autoleasing Firmen zum Vorwurf, sie hätten ihre Preise abgesprochen?
«Espresso» hat die betroffenen Firmen um eine Stellungnahme gebeten. Die meisten geben keine Auskunft. Sie berufen sich dabei auf das laufende Verfahren. Die Amag bestätigte auf Anfrage zwar, dass sich die Leasinganbieter getroffen und Daten ausgetauscht hätten.
Amag findet diese Treffen jedoch unproblematisch: «Alle ausgetauschten Daten und marktrelevanten Informationen sind auf anderem, legalen Weg schneller und zeitnaher erhältlich.» Und weiter: «Es ist uns nicht bewusst, dass wir gegen irgendwelche gesetzliche Bestimmungen verstossen hätten.»

Autoleasing: Aussteiger zu Unrecht bestraft

Ein Autoleasingnehmer traute seinen Augen nicht: Für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag soll er 26'770 Franken bezahlen. «Kassensturz» zeigte im Jahr 2009, dass solche Forderungen oft illegal sind und sagte, wie Kunden ohne Zusatzkosten aus Leasing-Verträgen aussteigen können. Zum Artikel

Video
03.03.09: Autoleasing: Aussteiger zu Unrecht bestraft
Aus Kassensturz vom 03.03.2009.
abspielen

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Thomas Visentini , Bassersdorf
    Leasing ist die letzte verbliebene Möglichkeit für die grossen Automobilproduzenten, um ihre Produkte überhaupt noch einigermassen in den Markt hineindrücken zu können. Trotzdem haben die Halden mittlerweile enorme Dimensionen angenommen.Ob die Situation derart dramatisch ist, wie teilweise kolportiert wird, wage ich allerdings nicht zu beurteilen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Jonas Trapoz , Yverdon
    Entweder man hat das Geld, ein Fahrzeug zu kaufen oder eben nicht. Ohne all die geleasten Autos sähe es auf unseren Strassen geradezu paradiesisch aus und die Automobilhersteller könnten ihre Kapazitäten locker um die Hälfte reduzieren oder im einen oder anderen Fall wohl ganz dicht machen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Eduard Daetwyler , Allenlüften
      ...und die Arbeitsplätze, die bei Ihrem saloppen "dicht machen" verloren gehen, werden Sie sicher hundertprozentig kompensieren, Herr Trapoz? Wer nicht weiss, wovon er redet und die Zusammenhänge nicht sieht oder negiert, sollte es lieber bleriben lassen.
    2. Antwort von Jonas Trapoz , Yverdon
      Es gibt seit geraumer Zeit weit fortschrittlichere Fortbewegungskonzepte insbesondere für den immer grösser werdenden urbanen Raum. Hier liegt die Zukunft auch in Bezug auf Arbeitsplätze. Das Automobil ist ein Relikt der Vergangenheit, Herr Daetwyler.
  • Kommentar von Bruno Ineichen , Köniz
    Es ist immer wieder erstaunlich wie die Medien die Weko-Untersuchungen aufnehmen und bereits eine Vorverurteilung vornehmen, obwohl es noch Jahre dauern kann, bis überhaupt Ergebnisse vorliegen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten