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Testsieger Wassersprudler im Test: Nicht alle sind prickelnd

Knopf drücken statt Kisten schleppen: Mit welchem Wassersprudler prickelnde Erfrischungen am besten gelingen, zeigt der Test des Konsumenten-Magazin «Saldo».

Sprudelwasser wird in ein Glas geleert.
Legende: Prikelnde Erfrischung ohne grosses Schleppen. Der grosse Vorteil der Sprudelmaschinen. Colourbox

Wer sein Wasser gerne prickelnd geniesst, kann es zu Hause selbst mit Kohlensäure versetzen. Trinkwassersprudler sparen lästiges Flaschenschleppen und leisten einen Beitrag für die Umwelt.

Das Konsumenten-Magazin «Saldo» hat acht Geräte testen lassen. Das Labor sollte prüfen, wie gut sich die Geräte bedienen lassen und wieviel Sprudel sie mit einem CO2-Zylinder produzieren. Die Experten legten dabei ihr Augenmerk auf folgende Kriterien:

  • Sprudelleistung: Anzahl Liter Sprudelwasser pro Kohlensäurezylinder. Ausserdem wurde geprüft, ob der Zylinder ganz geleert wird oder ob ein Rest zurückbleibt.
  • Handhabung: Fünf Experten begutachteten, ob sich die Kohlensäure gut dosieren lässt, wie gut man die Flasche einsetzen und entfernen kann und ob sie sich einfach reinigen lassen.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Sodastream hat die Nase vorn

Das Ergebnis des Tests ist mässig prickelnd: Nur jedes zweite Gerät erreichte eine gute Gesamtnote. Die vordersten drei Plätze nehmen drei Geräte des Herstellers Sodastream ein.

Testsieger ist das Modell Sodastream Crystal. Es sprudelt das Wasser in Glasflaschen auf, statt in üblichen Plastikflaschen. Glasflaschen haben den grossen Vorteil, dass man sie in der Spühlmaschine leicht reinigen kann. Crystal lieferte im Praxistest zudem am meisten Sprudelwasser.

Hygiene-Tipps

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Eine Studie der Universitäten Mainz und Freiburg hat nachgewiesen, dass sich in Wassersprudlern und Plastikflaschen gern Erreger tummeln. Von denen wird man zwar normalerweise nicht krank, für immungeschwächte Menschen können sie aber gefährlich werden.

Die Flaschen sollten am besten nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser und einer sanften Flaschenbürste ausgespült werden. Rissige oder zerkratzte Flaschen sollte man austauschen, da sich in den feinen Rissen Bakterien besonders gerne einnisten. Werden die Flaschen nicht verwendet, sollten sie trocken und kopfüber mit abgeschraubtem Deckel gelagert werden. Und natürlich sollte man darauf verzichten, direkt aus der Flasche zu trinken.

Übrigens haben PET-Flaschen – anders als Glasflaschen – ein Haltbarkeitsdatum. Das ist auf höchstens fünf Jahre begrenzt und in der Regel auf der Flasche aufgedruckt. Ist es überschritten, sollte man sie austauschen.

Weiter erfreulich: Für ein gutes Gerät muss man nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Den zweitplatzierten im Test, den Sodastream Spirit, gibt es schon für unter 100 Franken. Der dritte Kandidat von Sodastream, das Modell Power, erhielt im Test die gleiche Note, ist aber das teuerste Sodastream-Gerät.

Gut schnitt auch das Modell Sparkling Water Maschine von Aarke ab. Der Sprudler ist mit rund 250 Franken das teuerste Gerät im Test.

Übrigens:

Selbst gemachter Sprudel ist teurer als Minearlwasser aus dem Laden. Das in Einweg-Plastikflaschen verpackte Mineralwasser aus dem Grosshandel belastet allerdings die Umwelt. Einerseits fallen lange Transportwege an, andererseits wird nur ein Teil des Plastiks recycelt. Der Genuss von Leitungswasser – gesprudelt oder nicht – ist hier die weitaus umweltfreundlichere Variante.

Die restlichen vier getesteten Produkte schnitten mit einem «Genügend» ab. Sie bekamen keine bessere Bewertung, weil sich während dem Test technische Mängel zeigten, teilweise liess sich zudem die Kohlensäure nur schwer dosieren.

Handhabungs-Tipps

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Abgestandenes Wasser sollte nicht aufgesprudelt werden. Wer kaltes Wasser trinken möchte, kann frisches Leitungswasser kurz sprudeln, in den Kühlschrank stellen und vor dem Gebrauch nochmals nach Bedarf aufsprudeln, denn die Kohlensäure wirkt keimhemmend, da das CO2 den Sauerstoff verdrängt, den die Bakterien benötigen.

Die besten im Test

Sodastream Crystal
Gesamturteil: Gut (5,2)
Preis: 130.05 Franken *
Bemerkung: Glasflasche statt Plastikflasche, lässt sich im Geschirrspüler reinigen. Einfache Handhabung. Einfache Dosierung der Kohlensäure. Liefert mit 43 Liter bei maximaler Kohlensäuredosierung am meisten Sprudelwasser.

Sodastream Spirit
Gesamturteil: Gut (5,1)
Preis: 87.95 Franken *
Bemerkung: Gute Handhabung. Einfache Dosierung der Kohlensäure. Schlanke Masse (Breite 12,5, Tiefe 18 cm). Das günstigste Gerät unter den Guten.

Sodastream Power
Gesamturteil: Gut (5,1)
Preis: 143.70 Franken *
Bemerkung: Gute Handhabung. Einklick-Mechanismus. Einfache Dosierung der Kohlensäure.

Aarke Sparkling Water Machine
Gesamturteil: Gut (5,0)
Preis: 249.00 Franken *
Bemerkung: Das teuerste Gerät im Test. CO2-Zylinder muss für 50 Franken dazugekauft werden.

* Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 16.10.2018.

Quelle: «Saldo» Ausgabe 16 (10. Oktober 2018)

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