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Die digitale Skihütte auf 2000 Metern Höhe
Aus Espresso vom 20.01.2020.
abspielen. Laufzeit 05:01 Minuten.
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Hightech in den Bergen Wenn der Wirt mit dem Smartphone die Skihütte überwacht

Das Skigebiet von Laax bemüht sich, neue Technologien schnell zu nutzen. Diese Philosophie macht vor den Gastronomiebetrieben nicht halt, zum Beispiel bei der «Tegia Miez» auf 2000 Metern Höhe. Matthias Ludescher wirtet hier seit 15 Jahren in der Wintersaison – und nutzt dabei die Digitalisierung.

Seit dieser Saison setzt der Wirt ein cloud-basiertes Kassensystem ein. Dies ermöglicht es, Bestellungen und Abrechnungen in Echtzeit nachzuvollziehen. Oder einfacher: Er sieht jederzeit und von überall her, wie es in seiner Beiz gerade läuft.

Die Mitarbeitenden nehmen alle Bestellungen über ein Smartphone auf, abgerechnet wird über eine virtuelle Kasse. Über sein eigenes Smartphone kann der Wirt auf die Daten zugreifen. Matthias Ludescher ist von den Möglichkeiten begeistert: «Ich sehe den momentanen Umsatz und ich kann diesen Umsatz mit anderen Tagen vergleichen. Ich sehe aber auch, wie viele Tische frei sind, welcher Mitarbeiter wie viel Umsatz macht – und ich sehe auch, was zurzeit die meistverkauften Produkte sind.»

Beim Besuch von «Espresso» in der Berghütte ist es gerade Gerstensuppe. Der Wirt schmunzelt: «Normalerweise ist es Kafi Lutz!» Diese Statistik ist für den Gastronomen nützlich, weil er in Echtzeit nachvollziehen kann, welche Produkte allenfalls bald nachbestellt werden müssen. Dies erspart ihm nach Feierabend einen Haufen Arbeit.

Doch auch für die Gäste hat das System Vorteile. Sie können nämlich über ihr Smartphone bereits auf dem Skilift Essen und Trinken bestellen, und dann gleich online bezahlen – über Kreditkarte oder über Punkte, die man in der App des Skigebiets Laax sammeln kann, zum Beispiel bei einer gewissen Anzahl Pistenkilometern, die man unter die Skis genommen hat.

Internet wie in der Stadt

Die Gäste haben zudem gratis Internetzugang in der Beiz, ein besonders schnelles Wlan-Netz, Glasfasertechnologie sei Dank. Auch ein schnelles 5G-Handynetz ist auf 2000 Metern Höhe verfügbar. Matthias Ludescher selber schwärmt von den Möglichkeiten, doch es gebe auch Gäste, die das übertrieben fänden.

Im Endeffekt würden die meisten Besucher die neusten Technologien jedoch schätzen, und zu einem gewissen Grad auch verlangen. Eine Skihütte so zu betreiben wie 1927, als die «Tiega Miez» ursprünglich erbaut wurde, sei in der heutigen Zeit schlicht nicht mehr möglich, sagt der Wirt dazu.

Dass die Technologie aber auch ihre Grenzen hat, erlebten Skigäste im Gebiet Laax über die letzten Festtage am eigenen Leibe. Ein Ausfall des Online-Ticketing-Systems sorgte für lange Wartezeiten und rote Köpfe. Immerhin: Die Beiz von Matthias Ludescher war vom Ausfall nicht betroffen.

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