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Dynamic Pricing – Kurzentschlossene zahlen in Skigebieten mehr
Aus Tagesschau vom 29.10.2019.
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Mal teuer, mal günstig Dynamische Preismodelle erobern die Schweizer Ski-Gebiete

Diese Wintersaison setzen schon 15 Bergbahnen auf dynamische Preise. Neu machen etwa diejenigen in Crans-Montana, in Gstaad und der Aletsch Arena mit. Vor zwei Jahren zählte die Schweiz erst fünf Bergbahnen mit diesem Modell.

Das System ist einfach: Je nachdem wer, wann, wo und wie einen Skipass kauft, zahlt mehr oder weniger. Einheitliche Preise gibt es nicht mehr. Im Regelfall zahlen Frühbucher und solche, die ausserhalb der Ferienzeit oder bei Schlechtwetter auf die Piste gehen, weniger.

Kurzentschlossene, die am Tag selber einen Ski-Pass kaufen, müssen dafür tiefer ins Portemonnaie greifen. Auch in der Ferienzeit oder bei Schönwetter ist der Ski-Pass teurer.

Gewinnmaximierung steht im Vordergrund

Schon letzte Saison haben die Oberengadiner Bergbahnen dynamische Preise eingeführt. Deren Finanzchef Thomas Rechberger sagt, dynamische Preise einzuführen, sei ein wirtschaftlicher Entscheid gewesen: «Wir müssen und wollen unsere Investitionen und somit auch unsere Ertrags- und Markt-Fähigkeit für die Zukunft sicherstellen.»

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Finanzchef Oberengadiner Bergbahnen: «Es gibt uns Planungssicherheit»
Aus News-Clip vom 29.10.2019.
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Informatikunternehmen, die solche Preissysteme installieren, versprechen den Bergbahnen fünf bis zehn Prozent mehr Umsatz. Die Oberengadiner Bergbahnen wollen nach einer Saison noch keine Bilanz ziehen, zeigen sich aber mit dem Ergebnis zufrieden.

Krise zwingt Bergbahnen zum Handeln

Die Schweizer Bergregionen spüren seit gut 10 Jahren einen enormen wirtschaftlichen Druck. Der starke Franken hat dazu geführt, dass die Schweiz ausländische Touristen an Österreich und Frankreich verloren hat. Jetzt, mit dem neuen Modell, kann man ausländischen Frühbuchern wieder konkurrenzfähige Preise anbieten. Die Zeche zahlen die Spätbucher.

Bei den Konsumenten, also den Skifahrenden und Snowboardenden, komme das neue Preismodell denn auch unterschiedlich gut an, sagt Thomas Rechberger: «Begeistert waren junge Familien mit Kindern, weil sie früh gekauft haben und so günstig Ski gefahren sind. Natürlich hat es aber auch negative Reaktionen gegeben von jenen, die einen hohen Preis bezahlt haben.»

Der teuerste Ein-Tages-Ski-Pass in St. Moritz kostete letzte Saison 105 Franken, der günstigste 45.

Preis-Transparenz geht verloren

Bis vor wenigen Jahren herrschte in den Schweizer Wintersport-Regionen so etwas wie Preistransparenz. Der durchschnittliche Preis für eine Tageskarte in den grossen Skigebieten lag in der Saison 2006/2007 bei 60 Franken. Er nahm stetig etwas zu und liegt heuer bei über 75 Franken. Wie viel darüber weiss man nicht. Dynamische Preismodelle verunmöglichen eine präzise Angabe.

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