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«Espresso-Aha!»: Wie finanziert SRF Quiz-Preise?
Aus Espresso vom 07.09.2020.
abspielen. Laufzeit 04:15 Minuten.
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«Espresso-Aha!» Wer bezahlt eigentlich die Gewinne von Quiz-Sendungen?

Das Geld, das man bei SRF-Quizsendungen gewinnen kann ist Bestandteil des normalen Redaktionsbudgets.

Wer würde nicht gerne in der Sendung «1 gegen 100» mehrere 10'000 Franken gewinnen? Ein «Espresso»-Hörer wollte wissen, woher eigentlich das Geld für diese Gewinnsummen kommt. «Espresso» hat bei Marco Krämer, verantwortlich für die SRF-Quizsendungen, nachgefragt.

«Espresso»: Marco Krämer, Sie sind Verantwortlicher Quiz-Sendungen bei SRF. Woher kommt das Geld, welches die Kandidatinnen und Kandidaten zum Beispiel beim Quiz «1 gegen 100» gewinnen können?

Marco Krämer: Wie bei jedem Quiz ist der Geldgewinn ein Teil des Konzeptes. Das Quiz würde nicht funktionieren, wenn es keinen Gewinn gäbe. Und darum ist dieser auch Teil des normalen Redaktionsbudgets. Mit diesem Geld gehen wir sehr haushälterisch um und schauen, dass wir immer etwa im gleichen Rahmen sind, was die Gewinnsumme angeht.

Das Geld für die «Happy Day»-Million kommt voll und ganz von Swisslos.
Autor: Marco KrämerVerantwortlicher Quizsendungen SRF

Wenn ein Kandidat aussergewöhnlich viel gewinnt, muss die Redaktion an anderen Orten sparen?

Ja, wir müssen schauen, dass wir unser gesamtes Budget einhalten. Da aber nicht alle viel gewinnen, sondern auch mal einer etwas weniger, können wir das recht gut steuern.

Wie ist es mit der «Happy Day»-Million, ist diese auch im Redaktionsbudget drin?

Nein, das ist eine ganz andere Sache. Die «Happy Day»-Million ist nicht Teil des Budgets. Das Geld kommt voll und ganz von Swisslos. Da haben wir gar nichts damit zu tun.

«Espresso Aha!»

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«Espresso Aha!»

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Der Gebührenzahler zahlt also nichts an die «Happy Day»-Million?

Nein, er zahlt keinen Rappen.

Und wie sieht es bei den Zuschauer-Gewinnspielen aus? Dort kann man ja anrufen und zum Beispiel 5000 oder 10'000 Franken gewinnen. Woher kommt dieses Geld?

Das Geld für den Zuschauer-Wettbewerb kommt aus dem Zuschauer-Wettbewerb selbst. Das sind die 1.20 Franken, die ein Anruf kostet. Diese werden dann als Gewinne ausgezahlt. Überschüsse aus den Telefonspielen fliessen wieder ins Programm.

Es gibt auch Gewinne, die von Firmen gesponsort werden. Wie läuft es da?

Das ist zum Beispiel beim «Samschtig-Jass» so. Der Preis-Sponsor stellt einen Sachpreis zur Verfügung und wird im Gegenzug dafür in der Sendung erwähnt.

Espresso, 07.09.2020, 08:13 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von René Schneeberger  (Gaucho78)
    Das ist alles gut und recht. Bei den Zuschauer Wettbewerben kann man ja auch kostenlos Teilnehmen, ich mach dies immer so, habe aber noch nie Gewonnen. Wie wird da eigentlich sichergestellt das auch die Kostenlos Teilnehmer einbe gleichberechtigte Chance haben und nicht bloss die möglichkeit am Bildschirm angezeigt wird um den Gesetzgeber zu beruhigen. Gibt es da Kontrollen oder ist es möglich das dies eben nur als Gesetzestreue Kulisse angezeigt wird?
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    1. Antwort von Redaktion «Espresso» (SRF)
      @René Schneeberger: Alle Teilnehmer, egal ob telefonsich oder gratis mit dem Handy im Internet, kommen in einen Topf und werden per Zufallsprinzip gezogen. Die Gewinnchance ist also für alle gleich. Der Gewinnprozess wird durch eine professionelle externe Firma sichergestellt und wird natürlich auch kontrolliert.
    2. Antwort von Reto Vogel  (ElGranPopeye)
      Es wäre auch interessant zu wissen wieviele % telefonisch bzw, gratis gewinnen