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Wer jetzt eine Zecken-Impfung macht, ist in einem Monat geschützt
Aus Espresso vom 09.04.2019.
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Impfung Wer jetzt eine Zecken-Impfung macht, ist in einem Monat geschützt

Seit diesem Jahr ist fast die ganze Schweiz Zecken-Risiko-Gebiet. Eine Impfung wird empfohlen.

Über 370 Fälle der Hirnhautentzündung FSME registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im vergangenen Jahr. Das sind so viele wie noch nie, und es wurden Fälle aus der ganzen Schweiz gemeldet. Einzig in Genf und im Tessin gab es keine. Darum hat das BAG das Zecken-Risikogebiet auf die ganze Schweiz ausgedehnt. Eine Impfung wird allen empfohlen, die sich in der Natur aufhalten.

Nötig sind dafür drei Impfungen: Die erste und die zweite gibt es im Abstand von einem Monat, die dritte dann sechs bis zwölf Monate später. Die ideale Zeit, sich zu impfen, wäre im Winter, damit der Schutz schon im Frühling besteht. Doch auch jetzt sei eine Impfung noch sinnvoll, sagt Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit. Nach der zweiten Impfung bestehe schon ein ausreichender Schutz.

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Reto Lienhard, Dr. Philippe Rafeiner und Werner Tischhauser beantworteten im «Puls»-Chat Zuschauerfragen.

Impfung beim Apotheker zahlt Krankenkasse nicht

Die Zecken-Impfung wird von der Krankenkasse abzüglich Franchise übernommen. Wer sich in einer sogenannten Impfapotheke piksen lässt, der muss die Kosten von rund 200 Franken meist selbst tragen. Es sei denn, er hat ein Rezept vom Arzt. Und selbst dann muss die Arbeit des Apothekers aus dem eigenen Sack bezahlt werden.

Beim Apothekerverband Pharmasuisse ist man unglücklich über diesen Zustand. Derzeit seien mehrere dringende politische Vorstösse im Parlament hängig, damit auch Apotheker Impfungen – unter gewissen Bedingungen – kassenpflichtig vornehmen könnten, schreibt Pharmasuisse auf Anfrage von «Espresso».

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Peter  (arpi)
    Gewusst, dass Rebhühner und Konsorten grosse Grassfeinde der Zecken sind?
    Die Einen rotten wir aus und jammern dann, dass es von den Anderen zu viele hat.
    Der Mensch ist schon ein komisches Geschöpf.
    Lieber impfen, als Rebhühner anzusiedeln!
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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    370 Fälle, die alle von den Zecken kommen? Wer garantiert das die Impfung 100% ohne Neben- und Langzeitwirkung ist? Und was ist mit der Borreliose?
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Niemand behauptet, dass die Impfung "100% ohne Neben- und Langzeitwirkung ist". Aber die Risiken sind sehr, sehr viel kleiner als die Risiken und die Folgen der Erkrankung, die nicht behandelt werden kann. Dass Borreliose damit nicht verhindert wird, ist bekannt. Aber Borreliose ist eine Erkrankung durch Bakterien, die relativ einfach mit Antibiotika bekämpft werden können. Alles in Allem also viel mehr Vorteile als Nachteile.
  • Kommentar von Stefan Trasser  (chiggifan)
    Wer jetzt eine Impfung macht ist in einem Monat geschützt.... Gegen was genau? Hirnhautentzündung ja, Borreliose nein. @SRF: Die Information ist schon sehr irreführend. Wollen Sie wirklich, dass Leute rausgehen und denken, sie könnten gefahrlos in den Wald nach dieser Impfung?
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Stefan Trasser, geimpft wird gegen FSME (Hirnentzündung, die durch das FSME-Virus hervorgerufen wird). Es erfordert eine 3malige Grundimmunisierung und alle 10J eine Nachimpfung. Gegen Lyme-Borreliose (durch ein Bakterium verursacht) gibt es keine Impfung, sie wird, rechtzeitig erkannt, mit Antibiotika behandelt, uU mit einer Ozontherapie.
    2. Antwort von Stefan Trasser  (chiggifan)
      @Eine rechte Grüne: danke für die ausführlichen Informationen. Ich bin der Meinung, dass speziell der Titel, aber auch der ganze Text irreführend sind. Borreliose wird mit keinem Wort erwähnt. Es heisst einfach "Zeckenimpfung - in einem Monat sind Sie geschützt." Dass Zeckenbisse aber weiterhin gefährlich sind und genau beobachtet werden müssen wird mit keinem Wort erwähnt. Das ist gefährlich und irreführend!