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«Espresso Aha!»: Wieso man Dörrfrüchte mit Schwefel begast
Aus Espresso vom 15.08.2016.
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«Espresso Aha!» Weshalb Dörrfrüchte mit Schwefeldioxyd begast werden

Migros und Manor haben letzte Woche Bio-Apfelringe zurückgerufen, weil geringe Mengen von nicht deklariertem Sulfit darin enthalten waren. «Espresso AHA!» erklärt, weshalb viele Dörrfrüchte mit Schwefel behandelt werden, obwohl dies bei sensiblen Personen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen kann.

Frisch geschnittene Apfelringe leuchten «gluschtig» weiss, Aprikosen ab dem Baum sind leuchtend orange. Damit sie diese Farben auch beim Trocknen behalten, werden die Früchte mit Schwefel behandelt.

Bei der Schwefelung handelt es sich um eine schon in der Antike angewandte Konservierungsmethode. Konservierend und antimikrobiell wirkt das in wässriger Lösung gebildete Schwefeldioxid oder Sulfit.

Dank Sulfit werden Früchte nicht braun

«Mit Sulfit behandelte Trockenfrüchte behalten nicht nur ihre Farbe, sondern sind auch länger haltbar», erklärt der Präsident der Schweizer Kantonschemiker, Otmar Deflorin.

Richtig und in kleinen Mengen eingesetzt, mache das Schwefeln durchaus Sinn. Es gebe keinen Grund, diese Konservierungsmethode grundsätzlich zu verteufeln.

Behandlung mit Schwefel muss deklariert werden

Weil Sulfit aber bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen kann, müssen geschwefelte Trockenfrüchte deklariert sein. Nach Deflorin muss auf der Packung der Hinweis «geschwefelt» oder unter den Zusatzstoffen eine der E-Nummern zwischen 220 und 228 aufgeführt sein.

Fehlt dieser Zusatz auf der Verpackung, dürften die Konsumenten davon ausgehen, dass keine Sulfit-Spuren darin enthalten sind. So auch bei Dörrfrüchten mit Bio-Qualität, weil bei diesen die Behandlung mit Schwefel verboten ist.

Empfindliche Personen kaufen Bio

Wie gross der Anteil der besonders empfindlichen Personen ist, die mit Unverträglichkeits-Reaktionen rechnen müssen, ist unbekannt. Ihnen allen fehlt nach Deflorin ein körpereigenes Enzym, um das Sulfit abzubauen.

Das Sulfit reichere sich nach dem Verzehr von geschwefelten Dörrfrüchten im Körper an und führe zu Kopfschmerzen und Übelkeit.Diesen Menschen empfiehlt der Berner Kantonschemiker bei Dörrfrüchten auf Bio-Qualität auszuweichen. Grundsätzlich bleibe es aber dabei: «Früchte bleiben gesund, egal ob sie frisch oder getrocknet, geschwefelt oder ungeschwefelt sind», erklärt Deflorin.

«Espresso Aha!»

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«Espresso Aha!»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Nobs  (bernstein)
    Da Dörrfrüchte auch ohne Schwefel lange haltbar sind ist es unverständlich weshalb man den Kundenkreis unnötig einschränkt. Aber wahrscheinlich will man mit einer ungeschwefelten Produktline gross abkassieren, denn Kunden welche geschwefeltes nicht vertragen haben oft nur die Wahl zwischen einem (unnötig) teueren Produkt oder keinem.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Früchte verfärben sich während des Dörrens dunkel/dunkler = natürliche Veränderungs-Prozess! Schwefeldioxid verhindert auf unnatürliche Weise diese Verfärbung, weshalb alle hellen Dörrfrüchte geschwefelt wurden und damit klar " gesundheitsschädigend" sind! Es ist die "Summe" der vielen chemisch-pharmazeutischen Substanzen/Stoffe, welche die Gesundheit schädigt! Davon gibt es leider viel zu viele: Chemie-LW - Lebensmittel- und andere Industrien!
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