Wie funktioniert eigentlich Selbstbräuner?

Niemand will am Strand mit einem leuchtend weissen Körper auffallen. Kurz vor den Ferien greifen deshalb viele Leute zum Selbstbräuner. «Espresso Aha!» hat nachgefragt, wie die künstliche Bräune entsteht und was dabei mit der Haut passiert.

Es ist eine schnelle Sache: Drei bis sechs Stunden, nachdem man den Selbstbräuner aufgetragen hat, hat man einen braunen Teint. Auslöser dafür sind die beiden Substanzen Hydroxyaceton und Erythrulose, die in solchen Präparaten enthalten sind. Sie lösen eine chemische Reaktion auf der obersten Hautschicht aus und verfärben sie somit.

Unregelmässige Bräune

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«Espresso Aha!»

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Je dicker die Haut an einer Stelle ist, desto dunkler wird sie. Knie und Ellbogen zum Beispiel nehmen die braune Farbe besser an als andere Körperteile. Farb-Unregelmässigkeiten gebe es aber sowieso, weil man beim eincremen nicht alle Körperstellen gleich gut erreiche, erklärt der Basler Dermatologie-Professor Christian Surber. Etwas besser sei das Ergebnis, wenn man den Selbstbräuner in einem Studio mit der Dusche auftragen lasse.

Nicht gesundheitsschädigend

Die Frage, ob ein Selbstbräuner gesundheitsschädigend sei, verneint der Dermatologe. Da nur die oberste Hautschicht betroffen sei, würden die Chemikalien nicht in den Körper gelangen. Empfehlen würde Christian Surber Selbstbräuner trotzdem nicht: «Ich finde es unnötig, den Körper solchen Chemikalien zu exponieren.» Er empfiehlt, sich lieber langsam an die Sonne zu gewöhnen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen.

Kein Schutz gegen Sonne

Ein Irrtum ist die Meinung, dass die Haut von der Sonne geschützt ist, wenn sie vom Selbstbräuner gebräunt wurde. «Das schützt überhaupt nicht», sagt Surber, «im Gegenteil.» Wenn man mit künstlich gebräunter Haut an die Sonne gehe, könne das für die Haut sogar schädlich sein. Eine Ausnahme bilden Selbstbräunungs-Präparate, die bereits mit Sonnencreme angereichert sind.