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Alltag & Umwelt Haarsträubende Fakten

Bleichen, Färben, Glätten – Haare lassen sich erstaunlich viel gefallen. 300 Millionen Franken pro Jahr stecken Schweizer in ihre Haarpflege. Die Folgen der haarigsten Fehler können aber auch Pflegeprodukte nicht mehr kitten.

Legende: Video Gesundes Haar abspielen. Laufzeit 18:24 Minuten.
Aus Puls vom 13.01.2014.

Im Prinzip ist Haar tote Materie, sobald es aus der Kopfhaut wächst: Die rund 100'000 Kopfhaare sind nicht durchblutet und wachsen nur, um nach zwei bis sechs Jahren irgendwann auszufallen – der Grund, warum menschliches Kopfhaar in der Regel nicht unendlich wächst und bei den meisten Menschen bei einer Länge von 60 bis 70 Zentimetern ausfällt.

Zum grossen Teil besteht es aus Keratin und ist in drei Schichten aufgebaut: dem Mark im Inneren, umgeben von der Faserschicht und der Schuppenschicht, die das Haar von aussen schützt. 0,3 Millimeter wächst ein Haar am Tag – in einem Monat wird es also um etwa einen Zentimeter länger.

Die einzelnen Haare blonder oder rothaariger Menschen sind feiner als die dunkelhaariger Menschen. Egal, welche Haarfarbe: Spliss, trockenes, glanzloses Haar, das sich nur schwer kämmen lässt – diese Probleme kennt jeder. Betroffen sind vor allem Langhaarige. Sind die Spitzen gesplisst, lässt sich das Haar nicht mehr kurieren – da hilft nur: Haarspitzen ab. Daneben gibt es aber auch andere Faktoren, die dem Haar schwer zusetzen:

  • Haarwäsche: Wasser und Shampoo entfernen Schmutz, aber auch Fett aus den Talgdrüsen der Kopfhaut. Dadurch fehlt dem Haar Talg, der das Haar schützt, indem er die äusserste Haarschicht verschliesst und glättet – dieser Effekt tritt bereits ab mehr als zwei Haarwäschen pro Woche ein.
  • Shampoo: Zu viel Shampoo und mehrmaliges Haarewaschen trocknen ebenfalls Kopfhaut und Haare aus. Das Haar verliert seinen Glanz.
  • Trocknen: Durch starkes Rubbeln öffnen sich die Schuppen der äussersten Haarschicht. Die Haare verhaken ineinander und Spliss entsteht.
  • Bürsten: Besonders schlecht ist es, die trocken gerubbelten Haar anschliessend noch zu bürsten. Die Haare reissen auf und brechen ab. Doch auch bei trockenem Haar spielt die Wahl von Kamm oder Bürste eine wichtige Rolle: Harte Kanten und nicht abgerundete Borsten aus Plastik oder Metall schaden der äussersten Haarschicht. 30 bis 50 Prozent der Haare brechen bereits bei 100 Mal kämmen mit einem normalen Kamm oder einer normalen Bürste.
  • Blondieren: Das Bleichen entzieht dem Haar in einem chemischen Prozess Farbpigmente und verändert das Haar so auch im Inneren. Das strapaziert das Haar, macht es anfälliger für Spliss und Haarbruch.
  • Föhnen und Glätten: Tägliches Föhnen bei grosser Hitze schadet dem Haar. Das Gleiche gilt für Strecken mit dem heissen Eisen. Hitze entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Das Haar verliert seine Spannkraft, seine Elastizität, wird glanzlos und spröde.
  • Pflegemittel: Manche Produkte enthalten wasserunlösliches Silikon. Das macht das Haar zwar leichter kämmbar, lagert sich aber am Haar ab und füllt poröse Stellen wie ein Siegellack. Nach mehrmaliger Anwendung wird das Haar so immer schwerer, verliert an Volumen und nimmt keine Farbe mehr auf.
  • Umweltfaktoren: UV-Licht und salziges Meerwasser machen das Haar trocken und spröde. Im Badeurlaub braucht es deshalb eine Extraportion Pflege.

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