Zu viel UV-Filter auf Schweizer Haut

UV-Filter in Kosmetika schützen vor Sonnenstrahlung und beugen so Hautkrebs vor. Doch die Chemikalien können selbst Nebenwirkungen haben. Laut einer Zürcher Studie tragen viele Menschen in der Schweiz täglich ein Vielfaches der unbedenklichen Mengen auf die Haut auf.

Frau sonnt sich auf einem Holzbalkon in der Wintersonne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Herr und Frau Schweizer nehmen den Schutz beim Sonnenbad ernst – und meinen es dabei zu gut, warnen Forscher der ETH. imago

Das Team der ETH Zürich erhob in einer repräsentativen Befragung von 1200 Deutschschweizern, welche Hautpflegeprodukte mit UV-Filtern diese wie oft anwenden. Ausserdem wurde bestimmt, in welchen Konzentrationen die Filter in den Produkten enthalten sind.

Dabei habe sich gezeigt, dass ein Teil der Bevölkerung problematischen UV-Filtern in gesundheitsrelevanten Mengen ausgesetzt sei. Bedenklich sei dies vor allem bei UV-Filtern, die ähnlich wie menschliche Hormone wirken oder Allergien auslösen.

Der von den Befragten am häufigsten verwendete UV-Filter Butylmethoxydibenzoylmethan gilt für Gesundheit und Umwelt als verhältnismässig unbedenklich. Auf Platz zwei und drei folgen jedoch die umstrittenen Stoffe Ethylhexylmethoxycinnamat (EHMC) und Octocrylen.

Die Forscher empfehlen, die Unbedenklichkeit und Grenzwerte für Octocrylen und EHMC genauer zu evaluieren.