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Forschung Salz ist für Schwangere... gesund

Essen schmeckt einfach besser mit Salz. Wegen der schädlichen Wirkung auf den Blutdruck sollte es aber eher sparsam eingesetzt werden werden. Neu entdeckte Ausnahme: Schwangere.

Legende: Video Schwangere sollten Salz essen abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Aus Puls vom 13.01.2014.

Das allgegenwärtige Salz auf unserem Speiseplan ist einer der Haupt-Angeklagten in Bezug auf die Zivilisationskrankheit Bluthochdruck. Seit Jahren laufen öffentlich-gesundheitliche Kampagnen, den Salzgehalt in unserer Nahrung zu reduzieren. Ob Salz tatsächlich zu einer Erhöhung des Blutdrucks führt, ist nicht ganz unbestritten. Zahlreiche Studien sprechen dafür, jedoch ebenso viele dagegen.

Effekt bereits nach einer Woche

Zumindest schwangere Frauen jedoch dürfen in Zukunft nach Herzenslust salzen, wenn es nach einer Studie des Inselspitals Bern geht. In der Untersuchung an 29 schwangeren und 25 nicht-schwangeren Frauen hat sich nämlich gezeigt: Bereits nach einer Woche Ernährung mit erhöhtem Salzgehalt sank der Blutdruck der schwangeren Frauen leicht ab – im Gegensatz zu den nicht-schwangeren Frauen, wo er im Schnitt leicht anstieg. Woher dieser Unterschied kommt, ist noch nicht hinreichend geklärt.

Fest steht jedoch: Ein genügend niedriger Blutdruck ist in der Schwangerschaft sehr wichtig. Bei erhöhtem Blutdruck besteht ein erhöhtes Risiko auf Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburt oder die gefürchtete Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie). Bereits in früheren Studien wurden andere positive Auswirkungen vom Salz in der Schwangerschaft nachgewiesen. Für Schwangere heisst es also: bloss keine Zurückhaltung bei Brot, Suppen, Käse und Fleischwaren oder dem Salzstreuer auf dem Tisch. Der persönliche Geschmack definiert die Menge – zum zwanghaften Übersalzen aus Gesundheitsgründen besteht kein Anlass.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
    Hallo SRF Ich habe zu diesem "Salz-Thema bei Schwangerschaft" einen Kommentar am 17. Jan. 14 an Sie gesandt - leider nicht erschienen. Seit wann gibt es in CH eine Zensur - wir haben doch das Recht auf solche Informationen zu antworten. Auch wenn es scheinbar dem Inselspital in Bern und den mediz. Untersuchern nicht passt und die SRF sich leider sogar diesen Gepflogenheiten fürgt.... MFG
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    1. Antwort von
      Entschuldigen Sie die Verzögerung beim Freischalten. Wir prüfen die Kommentare vor der Veröffentlichung jeweils, um beispielsweise Schleichwerbung oder Aussagen, die gegen die Netikette verstossen, von vornherein auszuschliessen. Da die Redaktion am Wochenende nicht besetzt ist, kann das dann ein wenig dauern - mit Zensur hat das aber nichts zu tun! Freundliche Grüsse
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    2. Antwort von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
      SRF: Danke herzlich - alles i.O.!
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  • Kommentar von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
    So ein Blödsinn ! Das "normale" Salz macht nicht nur hohen Blutdruck sondern es staut den Körper (Flüssigkeitshaushalt/Stoffwechsel). Gerade bei Schwangeren soll dies keine Probleme geben... Dann bitte mind. Meersalz oder besser reines Himalaja-Salz verwenden. Es gibt heute kaum mehr ein Lebensmittel (Gewürze, Saucen, Bouillon, Senf, Wurst, Brot, Käse, etc), das NICHT mit gewöhnlichem, billigsten Salz bestückt ist. Wir nehmen das 30-fache pro Tag an Salz ein! PM-CH
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    1. Antwort von Sara von Salis, Winterthur
      Sehr geehrte Frau Müller Natriumchlorid oder "billigstes Salz" wie Sie es nennen ist keineswegs schlechter als Himalaya-Salz. Der Unterschied ist, dass das eine 100% NaCl ist und in der Medizin verwendet wird, während das andere, nicht aus dem Himalayagebirge stammende ~98%NaCl enthält und dazu noch Gips und andere Mineralien und mit Eisenoxid "verunreinigt" ist. Was Flüssigkeitsstau angeht: Wassereinlagerungen können durchaus ein Problem bei Schwangeren sein.
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