Im Unterholz auf «Mission zeckenfrei!»

Mit den ersten Frühlingstagen kommen auch die kleinen Blutsauger zurück. Und weil Zecken nicht nur lästig sind, sondern auch Krankheiten übertragen können, werden allerlei Hilfen gegen die Viecher angeboten. Das «Puls»-Versuchskaninchen hat sie auf ihre praktische Anwendbarkeit hin getestet.

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Das Versuchskaninchen - Im Unterholz auf «Mission zeckenfrei!»

6:20 min, aus Puls vom 28.3.2011
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Im Test verwendet

  • «Zeckis»-Stulpen von Createc
  • Zeckensocken von Labonal
  • Outdoor-Hose von Pfanner

«Versuchskaninchen» Sarah Allemann kämpft sich durch Feld, Wald und Wiesen. Ihr Ziel: zeckenfrei durch den Tag. Denn die blutsaugenden Spinnentiere lauern bereits wieder in Wiesen, Gräsern, Büschen oder Sträuchern auf ihre unfreiwilligen Wirte. Wer kann, meidet deshalb besser hohes Gras, Unterholz und Sträucher und Büsche. Leichter gesagt als getan für Personen, die gerne sportlich in der freien Natur unterwegs sind.

Für die Zecken «stinken»

Verschiedene Hilfsmittel sollen Schutz vor Zecken bieten. Zum Beispiel Zeckensprays. Diese sollen zwischen zwei und sechs Stunden vor den Tierchen schützen. Die Wirkweise der Sprays ist simpel: Zecken sind blind und suchen sich ihre Opfer alleine nach dem Geruch aus. Mit dem «Haller'schen Organ» nehmen die Tierchen ganz bestimmte Stoffe wahr und suchen deren Quelle, wenn sie den Geruch als attraktiv empfinden. Die Sprays enthalten deshalb Duftstoffe, die den Zecken nicht behagen. Auf das gleiche Prinzip setzen Zeckensocken, die mit einem speziellen Wirkstoff behandelt sind.

Übrigens: Wer dem Einsatz chemischer Mittel skeptisch gegenübersteht, kann auch ätherische Öle (Zitronellenöl, Eukalyptusöl) einreiben. Der Schutz durch diese Mittel hält aber häufig nur ein bis zwei Stunden vor.

Ganz ohne Duftmittel kommen Stulpen aus, die am Handgelenk über den Ärmel gezogen werden. Sie dichten die Kleidung ab und bilden eine natürliche Barriere. Denn die Zecken setzen sich nicht am erstbesten Ort ab, sondern suchen nach dünnen und warmen Hautstellen. Diese finden sie zum Beispiel an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf oder im Schritt.

Einfache Tipps zum Zeckenschutz

  • Auf heller Kleidung werden Zecken besser gesehen und können schneller entfernt werden.
  • Die richtige Kleiderauswahl hilft: Geschlossene Schuhe (nie barfuss), Socken, lange Hosen, möglichst auch langärmelige Oberteile und besonders bei Kindern zusätzlich eine Kopfbedeckung erschweren es den Zecken, die bevorzugten Körperregionen zu erreichen.
  • Beim Gang durch höheres Gras die Hosenbeine in die Socken stecken.
  • Ganz wichtig: Nach jedem Spaziergang in der Natur den Körper gleich nach Zecken absuchen. Entweder gegenseitig oder allein vor dem Spiegel.

Gegen die von Zecken in bestimmten Regionen übertragene Hirnentzündung (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren die FSME-Impfung empfohlen.