Je älter der Patient, desto seltener die Grippe

Das Alter hat scheinbar einen grossen Einfluss darauf, wie häufig man an Grippe erkrankt.

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Je älter, desto seltener die Grippe

0:34 min, aus Puls vom 5.12.2016

Eine internationale Forschergruppe konnte in einer Studie nachweisen, dass Kinder bis zum zehnten Lebensjahr im Schnitt alle zwei Jahre an Grippe erkranken. Als junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren dagegen sind es im Schnitt nur noch alle drei Jahre. Ab 30 Jahren nimmt die Wahrscheinlichkeit noch weiter ab: Statistisch gesehen erkranken Menschen dann nur noch ungefähr alle fünf Jahre.

Diese Werte errechneten die Wissenschaftler aus Daten von 151 Menschen aus Südchina, deren Blut sie nach Antikörpern auf bestimmte Stämme des Influenzavirus untersuchten, die in den Jahren zwischen 1968 und 2008 grassierten. Anhand der Antikörper liess sich nachweisen, ob es zu einer Infektion gekommen war, die Menge der nachweisbaren Antikörper lieferte Hinweise darauf, wie lange die Infektion bereits zurücklag.

Die Wissenschaftler warnen aber: Selbst wenn Infektionen mit zunehmendem Alter seltener zu werden scheinen, solle sich dennoch gerade diese Gruppe bestmöglich vor der Grippe schützen. Denn sie bleibt vor allem für ältere Menschen ein gesundheitliches Risiko.

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