Achtung, Sonne!

Je intensiver die Sonne, desto wichtiger wird der Sonnenschutz. Doch Sonnenbrand ist nicht das einzige Problem, mit dem Empfindliche zu kämpfen haben. Sonne und Hitze bescheren vielen auch lästige Pickel und Pusteln.

Eine Frau cremt sich den Arm mit Sonnencreme ein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sonnenschutz ist gerade zum Sommerbeginn unerlässlich. Colourbox

Nicht jede Haut kommt mit dem Sommer gleich gut zurecht. Während sich die einen im Freibad vergnügen und Sonne tanken, ärgern sich die anderen mit Sonnenallergien herum oder fühlen sich urplötzlich in die Teenager-Zeit zurückversetzt – spriessenden Pickeln sei Dank.

Mallorca-Akne

Zwar ist die sogenannte Mallorca-Akne keine Akne im herkömmlichen Sinn, sondern eine spezielle Form der Sonnenallergie. Dennoch: Lästig ist die Acne aestivalis allemal. Betroffen sind vor allem diejenigen, deren Haut nach längerer Zeit zum ersten Mal wieder mit Sonne in Kontakt kommt. Besonders in Kombination mit Schweiss und Sonnencreme beginnt sich die Haut zu wehren – es kommt zu einer gestörten Immunantwort. In der Folge bilden sich Pickel und Pusteln um Haarfollikel herum. Besonders hellhäutige Frauen zwischen 20 und 40 kennen das Problem. Da hilft nur: Raus aus der Sonne. In schlimmen Fällen können Antihistaminika und kortisonhaltige Cremes helfen. Bis die gereizten Stellen wieder abgeheilt sind, kann es Wochen dauern.

Sonnenallergie

Häufiger als die Mallorca-Akne ist die Sonnenallergie. 10 bis 20 Prozent aller Europäer haben regelmässig im Sommer mit ihr zu kämpfen. Auch sie entsteht vorzugsweise an Hautstellen, die das Jahr über relativ wenig Sonne abbekommen – Dekolleté, Schulter, Rücken oder Hals beispielsweise. Auch in diesem Fall schiesst die Reaktion der Haut auf das ungewohnte UV-Licht übers Ziel hinaus und bekämpft körpereigene Zellen. Dadurch entwickeln sich Rötungen, Bläschen und Knötchen, die brennen und jucken können. Der Ausschlag entsteht meist Tage, nachdem die Haut der Sonne ausgesetzt war. Er braucht einige Tage, bis er wieder verschwindet. Direkte Sonneneinstrahlung ist bis dahin tabu.

Sonnenbrand

Selbst wenn die Haut inzwischen vorgebräunt ist: Vor Sonnenbrand gefeit ist niemand. Zudem kann die Einnahme mancher Medikamente die Haut wesentlich empfindlicher für Sonnenlicht machen. Entwässerungsmittel, aber auch Antibiotika oder beispielsweise Johanniskraut setzen den Eigenschutz der Haut herab. In der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr ist Siesta angesagt – dann sind die Sonnenstrahlen am intensivsten. Sonnencreme sollte immer aufgetragen werden. Der häufigste Fehler dabei: Die Menge der Sonnencreme ist zu gering.

Häufiges Nachcremen verlängert den Schutz übrigens nicht. Die Angaben zum Lichtschutzfaktor beziehen sich auf den einmalig verlängerten Schutz der Haut. Wer beispielsweise Lichtschutzfaktor 30 verwendet, aber sehr hellhäutig und sonnenempfindlich ist, kann ohne Schutz bereits nach 5 Minuten in der Sonne einen Sonnenbrand bekommen. Mit Lichtschutzfaktor 30 verlängert sich dieser Zeitraum rein rechnerisch auf 150 Minuten. Dabei handelt es sich jedoch um einen Durchschnittswert, der mit Vorsicht zu geniessen ist.

Erste Hilfe für die Haut

Meist schmerzt ein Sonnenbrand erst mit mehrstündiger Verzögerung richtig. Doch ein schnelles Reagieren kann die Folgen abschwächen. Dazu gehört beispielsweise, bereits bei den ersten Anzeichen 1000 Milligramm Acetylsalicylsäure einzunehmen (der Wirkstoff einiger Schmerzmittel). So lassen sich die Entzündungsreaktionen der Haut abschwächen. Danach hilft nur noch viel trinken und kühlen, am besten mit feuchten Umschlägen. Angenehm wegen ihrer kühlenden Wirkung können auch Auflagen aus Quark oder Joghurt sein. Bei stärkeren Reaktionen wie Brandbläschen oder sogar Fieber ist ein Arzt gefragt.