Der Charakter der Spielfigur färbt ab

Figuren in Videospielen beeinflussen die Spieler auch in der realen Welt. Wer einen Bösewicht spielt, ist danach gemeiner als der, der im Spiel einen guten Superhelden verkörpert hat.

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Verhalten wie die Game-Figur

0:47 min, aus Puls vom 24.2.2014

Spielfiguren in Videospielen wirken auch im echten Leben nach. Das ergab eine Studie der University of Illinois in den USA. Im Sinne der Wissenschaft wurden 194 Studenten an den Computer gesetzt und zum Spielen aufgefordert. In den Spielen verkörperten sie entweder den Harry-Potter-Schurken Voldemort oder den hilfsbereiten Superman.

Chili oder Schokolade?

Nach nur fünf Minuten im Spiel wurden sie dann zu einem vermeintlichen Geschmackstest aufgefordert. Sie mussten einer anderen Person eine Schüssel mit Chilisauce und eine mit Schokoladensauce zur Degustation geben. Fazit: Die Voldemorts gaben zu mehr als der Hälfte die scharfe Chilisauce weiter. Die Supermans handkehrum die Schokoladensauce. Und es kommt noch fieser: Die Voldemorts rührten eine besonders scharfe Probierschüssel an.

Spannendes Detail: Sowohl Schurken- als auch Heldenspieler gaben an, dass sie sich mit den Figuren eigentlich nicht wirklich identifiziert hatten. Trotzdem übernahmen sie die Grundeigenschaft ihres Avatars.

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