Im Schnee: Spaghetti statt Schnipo

Wintersport macht hungrig! Wer sich richtig verpflegt, hat Power für die Piste und fällt nicht ins Verdauungsloch.

Eine Skibrille zwischen zwei Tellern Pommes Frites Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pommes Frites sind im Bergrestaurant eine beliebte, aber nicht unbedingt ideale Pisten-Verpflegung. imago

Nach einem Morgen im Schnee ist der Akku ganz schön leer. Zur Mittagszeit riecht es dann im Bergrestaurant nach Bratwurst mit Rösti, Schnipo, Älplermagronen... Verlockend – aber auch empfehlenswert?

SRF-Ernährungsberaterin Beatrice Konrad winkt ab: «Wer nicht ohne kann, soll es halt bestellen. Aber optimal ist das nicht.» Das Problem: Fettige Speisen liefern nicht schnell die benötigte Energie für weiteren Pistenspass, sondern beschäftigen in erster Linie unsere Verdauung – wir fallen ins «Schnitzelkoma» und suchen statt Action einen Liegestuhl.

Wer also nach dem Mittagessen gleich wieder loslegen möchte, wählt besser kohlenhydratreiche Speisen wie Spaghetti oder Gerstensuppe. Kohlenhydrate werden vom Organismus schnell aufgenommen und füllen den Energiespeicher, ohne die Verdauung übermässig zu belasten. Wer dann immer noch Hunger hat, nimmt noch etwas Brot oder gönnt sich ein Dessert. Von letzterem bleibt nach einem aktiven Tag im Schnee normalerweise kaum etwas hängen.

Nicht vergessen: Den ganzen Tag über genug trinken! Den Flüssigkeitsverlust durch die sportliche Betätigung sollte man aus naheliegenden Gründen allerdings nicht mit «Schümli Pflümli» und ähnlichem ausgleichen, sondern mit Tee oder Wasser.

Und nicht zuletzt sollte man es vor jedem Wintersporttag so halten, wie es die Ex-Rennfahrerin Erika Hess «A Point» gegenüber betont: «Ohne ein gutes Morgenessen mit Brot, Früchten oder Birchermüesli gehe ich nicht auf die Piste!» Das gibt die gute Basis für einen langen Tag im Schnee, bei dem man auch immer wieder kurze Verschnauf- und Verpflegungspausen einlegen sollte. Handelsübliche Energie- und Getreideriegel lassen sich dafür einfach mitnehmen – wer sich seinen eigenen zusammenstellen will, findet einen Rezeptvorschlag von Beatrice Konrad in der obenstehenden Box.