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Höhenangst – Wie überwinden?
Aus Puls vom 15.09.2014.
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Psyche Angst – Unsere ureigene Alarmanlage

Angst, so würde man meinen, ist ein Gefühl, eine Emotion; eine unangenehme dazu. Doch Angst hat durchaus ihren Sinn und ist sozusagen eine evolutionsbedingte Alarmanlage. Denn Angst ist nicht nur ein Gefühl, sondern ein physischer Prozess. Und dient dazu, uns für Flucht oder Kampf vorzubereiten.

Die Angst sitzt im Hirn, genauer gesagt in der Amygdala. Bei Gefahr geht genau dort die Alarmanlage los. Unser Körper schaltet in den Flucht- und Kampfmodus. Was passiert genau?

Unser autonomes Nervensystem kommt in Gang. «Autonom» heisst es, weil es körperliche Vorgänge kontrolliert, die wir kaum willentlich beeinflussen können. Also beispielsweise die Atmung, die Verdauung, das Herz-Kreislaufsystem. Auch bei Angst spielen sich Körperreaktionen ab, die wir nicht bewusst beeinflussen können.

Das autonome Nervensystem ist sozusagen ein Geschwisterpaar. Es besteht aus dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem.

Bei Gefahr wird das sympathische Nervensystem aktiviert. Dies führt zu einer ganzen Reihe von körperlichen Reaktionen:

  • Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet.
  • Die Herzfrequenz steigt.
  • Blut wird aus weniger wichtigen Bereichen (Haut, Finger, Zehen) zu überlebenswichtigen Stellen verlagert.
  • Die Atmung beschleunigt sich.
  • Wir beginnen zu schwitzen.
  • Die Pupillen weiten sich.
  • Die Verdauung fährt ihre Aktivität herunter, was zu Übelkeit führen kann.

All dies soll helfen unsere Ressourcen zu bündeln und im Notfall eben mit Kampf oder Flucht zu reagieren.

Ist die Gefahr überstanden, kommt die Schwester des alarmierenden Nervensystems zum Zuge: Das parasympathische Nervensystem dient dazu, uns wieder zu beruhigen und den Körper wieder in den Normalzustand zurückzuversetzen.

Phobiker kennen nur den Alarmzustand

Diese «Beruhigungsanlage» setzt genauso zuverlässig ein wie die Alarmanlage. Immer. Angst kann sich nicht ins Unermessliche steigern. Und man kann in der Angst nicht ewig verharren.

Genau diese Erfahrung fehlt dem Phobiker. Weil er vor der gefürchteten Situation flieht, bevor sich das parasympathische System einschaltet, und weil er in Zukunft ähnliche Situationen vermeidet, lernt er nie, dass er die Angst bewältigen könnte. Dies zu lernen, sich der Angst zu stellen und mit ihr umzugehen, ist das Ziel einer Konfrontationstherapie.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rahel Zeller , Walenstadt
    Ich habe den Bericht leider erst heute in der Wiederholung gesehen. Mich nimmt es Wunder, ob Frau Honegger die Wanderung (Fründenschnur) am Öschinensee geschafft hat? Ich bin dabei an meiner Höhenangst kläglich gescheitert! Würde es aber nochmals in Angriff nehmen. Weil ichs eigentlich schon schaffen will.
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  • Kommentar von Milan Zsakai , Bern
    Hallo ich habe gerade die Sendung gesehen und meine frage passt eigentlich nur teilweise dazu. Ich habe ja kein höhen Angst aber dafür schreckliche Angst von Tauben. Kann man das auch irgendwo behandeln ?
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    1. Antwort von Redaktion PULS (SRF)
      Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an unsere Chat-Experten, die noch bis 23 Uhr antworten:http://www.srf.ch/gesundheit/ratgeber/expertenrat/experten-chat-zum-thema-phobien