Zum Inhalt springen

Header

Audio
Körpersprache: Glaubwürdig kommunizieren
Aus Ratgeber vom 30.10.2013.
abspielen. Laufzeit 14:15 Minuten.
Inhalt

Psyche Glaubwürdig kommunizieren

Gut 80 Prozent unserer Kommunikation läuft über die Körpersprache, nur der Rest über das Gesagte. Dieses Wissen lässt sich sinnvoll einsetzen.

Jeder kennt das: Im Versuch zu überzeugen wird man lauter und lauter, versucht, seiner Botschaft per Lautstärke Nachdruck zu verleihen – doch das kann kontraproduktiv sein. Denn laute Stimmen lösen beim Gegenüber eher Gefühle von Flucht oder Angriff aus. Das zeigt: Die Stimme ist ein mächtiges Instrument. Studien belegen, dass tiefe Stimmen mehr Kompetenz ausstrahlen. Aber: Das funktioniert nur, wenn die Aussage auch kompetent ist. Eine Person mit höherer Stimme, aber mehr Fachkompetenz wird ihr stimmliches Defizit leicht wettmachen. Wichtig: Bewusst tiefer zu sprechen ist kontraproduktiv. Nur authentisch wirkende Stimmen überzeugen.

Gleiches gilt für einen Wechsel ins Hochdeutsche, um eine Aussage zu unterstreichen – ein Stilmittel, zu dem Politiker gerne greifen. Einen Mangel an Inhalten verdeckt dieses durchsichtige Vorgehen jedoch nicht. Auch schnell zu sprechen, um seine Botschaft loszuwerden, ist kein sinnvolles Mittel – und so ergibt sich keinesfalls ein ergiebiger Dialog, in dem auch Einwürfe des Gesprächspartners Platz haben.

Gestik und Mimik

Nicht nur Stimme und Worte transportieren Inhalte, auch Gestik und Mimik. Sie machen mehr als die Hälfte der Kommunikation aus. Ist die Gestik zu ausladend, kann das vom Inhalt ablenken. Doch auch hier gilt: Bei exaltierteren Sprechern gehören Gesten gemäss ihres Naturells einfach zum Gesamtpaket. Schwierig wird es, wenn Körperhaltung und Aussagen nicht übereinstimmen. Aussagen zur eigenen Offenheit, die mit verschränkten Armen und Beinen vorgetragen werden, werden das Gegenüber unterbewusst irritieren und die Kommunikation erschweren.

Die Mimik ist eine eher unbewusste körperliche Reaktion, die sich nur schwer beeinflussen lässt, ohne gekünstelt zu wirken. Im Zweifelsfall ist es deshalb besser, auf die eigenen Empfindungen zu achten und sie ins Spiel bringen, statt am Gesichtsausdruck zu feilen. Dazu gehört auch der Blick: Augenkontakt ist wichtig, sollte aber natürlich bleiben. Ein zu stechender Blick sorgt beim Gegenüber für Unwohlsein und macht skeptisch. Denn gerade Lügner suchen intensiven Augenkontakt. Sehr häufiges Wegschauen dagegen zeugt eher von Unsicherheit oder Schüchternheit.

Drei Tipps, die helfen, ein Anliegen durchzubringen:

  • Die richtige Zeit für das Gespräch wählen.
  • Ich-Botschaften vorbringen, dabei auf Anschuldigungen verzichten.
  • Die Antwort des Gegenübers achten und beachten.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Wagner Andrea , Gordola
    Das ist doch bescheuert, wenn Beiträge durch ein Lied unterbrochen werden
  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    Es gibt meines Erachtens keine allgemeingültige Regel um auf Anhieb festzustellen ob jemand ehrlich ist oder nicht. Für jedes Verhalten gibt es mehrere mögliche Gründe dafür. So zum Beispiel beim Augenkontakt. Es gibt leider Menschen die unverfrohren lügen und einem die ganze Zeit in die Augen schauen können. Selber hingegen schauen ich bei einem Gespräch der anderen Person geren die ganze Zeit in die Augen wenn diese ein extrem schönes Gesicht hat.
  • Kommentar von Dieter Wundrak , Frenkendorf
    Die Körpersprache, jetzt sogar hier in einem Kommentar im SRF. Da kommen einfach die Erinnerungen wieder auf, denn vor so 40 Jahren war ich auch auf solchen Seminaren. Und wir übten und sagten dann am Schluss, was wir so gesehen haben. Und ich gestehe, dass ich auch heute noch manche Menschen nach der Körpersprache beurteile. Der erste Eindruck, so kann man sagen. Jedoch lernte ich auch dies, dass man erst viele Eindrücke haben muss, um halbwegs einen Menschen ein wenig zu kennen.