Das Zuhause vor Einbruch schützen

Die Uhren sind umgestellt, es wird wieder früher dunkel. Die Hochsaison für Einbrecher ist eingeläutet. Es kann jeden treffen. Ein paar Sicherheitsvorkehrungen machen Sinn. Dabei muss es nicht immer eine teure Alarmanlage sein. Bereits mit kleinen Veränderungen kann man einiges erreichen.

Kleine Veränderungen am Haus können Einbrecher abschrecken.
Bildlegende: Kleine Veränderungen am Haus können Einbrecher abschrecken. colourbox

Letztes Jahr wurde 127 Mal eingebrochen – pro Tag! Die Diebe unterscheiden dabei nicht zwischen Arm und Reich oder Tag und Nacht. Sie greifen immer und überall zu. Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihr Zuhause schützen können.

Organisatorische Massnahmen:
• Türen und Fenster immer schliessen, auch wenn man nur kurz das Haus verlässt. Und daran denken: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
• Aufsteighilfen wie Grüncontainer vor dem Fenster oder Leitern im offenen Schuppen wegstellen.
• Verbünden Sie sich mit Ihren Nachbarn und vereinbaren Sie, dass Sie gegenseitig aufeinander achten und Unregelmässigkeiten melden.
• Wenn Sie in den Ferien sind, lassen Sie regelmässig Ihren Briefkasten leeren. Ausserdem ist es keine gute Idee, Ihre Ferienabwesenheit auf Facebook anzupreisen. Auch Einbrecher nutzen die neuen Medien.

Kleine Anpassungen im und am Haus:
• Licht täuscht Anwesenheit vor. Allerdings fällt auch auf, wenn ein Licht Tag und Nacht brennt. Zeitschaltuhren sind sehr sinnvoll. Mit ihnen können mehrere Räume automatisch und unregelmässig beleuchtet werden.
• Eine weitere Möglichkeit: Im Handel gibt es kleine Geräte, die das unregelmässige Flimmern eines Fernsehers vortäuschen und signalisieren: Da ist jemand Zuhause.

Bauliche Massnahmen:
• Alte Eingangstüren sind für Einbrecher kein grosses Hindernis. Sie können aber meist ohne grossen Aufwand mit Zusatzschlössern nachgerüstet werden.
• Fenstergriffe sollten abschliessbar sein, und die Rahmen zudem mit einer speziellen Verriegelung (Pilzkopfzapfen) gesichert werden.
• Lichtschächte mit fest verschraubten Gittern versehen.
• Türspion einbauen.
• Alarmanlagen, Bewegungsmelder mit Schocklicht oder Videoüberwachung macht nicht in jedem Fall Sinn und ist sehr teuer. Hier braucht es eine gute Beratung und eine genaue Strategie. Daher empfiehlt es sich, zuerst Experten von der polizeilichen Sicherheitsberatung einzuladen. Diese schauen sich das Zuhause an und geben Sicherheitsempfehlungen ab – dies meist kostenlos.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Maria Kressbach