Nachhaltige Alternativen zu exotischem Superfood

Konsum

Sie heissen Quinoa, Chia, Açaì oder Goji. Superfood, der aus aller Welt zu uns importiert wird. Unbestritten: Diese Samen, Algen, Beeren und Nüsse sind gesund. Aber aufgrund der langen Transportwege nicht nachhaltig. Wer sich umweltbewusst ernähren will, setzt daher auf einheimischen Superfood.

Bildlegende: Baiba Opule

Superfood ist seit einigen Jahren in aller Munde. Er ist supergesund, vollgestopft mit wichtigen Inhaltsstoffen für unsere Gesundheit. Der Haken: Die gesunden Lebensmittel werden von weither zu uns gebracht und sind daher nicht besonders gesund für unsere Umwelt.

Hinzu kommen auch negative langfristige Auswirkungen für die Bauern, die Superfood anpflanzen. Sie verdienen dank des aktuellen Hypes gutes Geld mit ihrer Arbeit. Doch was passiert, wenn wir westlichen Konsumentinnen und Konsumenten eines Tages kein Interesse mehr an diesen Produkten haben?

Beispiele für nachhaltigen Superfood aus der Schweiz

  • Leinsamen statt Chia-Samen: Das mexikanische Produkt verspricht viele Nahrungsfasern, gesunde Omega-3-Fettsäuren sowie Proteine und viel Vitamin E. In Leinsamen sind praktisch die gleichen Konzentrationen enthalten und sie sind erst noch günstiger.
  • Hirse statt Quinoa: Die einheimische Hirse kann beim Magnesium und Eiweiss mithalten. Quinoa enthält zwar mehr Eisen, dies fängt man aber auf, indem man frischen Spinat zu sich nimmt.
  • Spinat statt Spirulina: Das ist eine Alge aus aus Mexiko und Afrika, mit viel Betacarotin und Folsäure. Das enthält auch unser Spinat; Folsäure sogar in höherer Konzentration. Hinzu kommt: Spirulina-Tabletten kosten rund 40 Franken. Die gleiche Menge Spinat gibt es schon für einen Franken.
  • Dunkle einheimische Beeren statt Açaì-Beeren: Die Açaì-Beeren enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Genauso tun dies Heidelbeeren, Brombeeren, Holunderbeeren oder dunkle Kirschen.
  • Himbeeren statt Goji-Beeren: Hier stehen die vielen Nahrungsfasern, die unsere Verdauung fördern, und eine hohe Konzentration an Betacarotin im Vordergrund. Himbeeren enthalten mehr Nahrungsfasern. Betacarotin führt man sich am besten mit rohem Spinat oder Aprikosen zu.
  • Eines der gesündesten Lebensmittel – Federkohl: Federkohl ging eine Zeit lang bei uns fast vergessen. Dabei enthält er sehr viele hochdosierte Nährstoffe. Warum nicht einmal ausprobieren? Ein paar Rezepte aus der Sendung «A Point» finden Sie unten.

Weitere Beispiel finden Sie im «Kassensturz»-Beitrag vom 20.06.17.

Nährwerte Superfood - Vergleich

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Maria Kressbach