Was ist propriozeptives Training?

Wer stolpert oder stürzt, verletzt sich. Damit das nicht passiert, braucht unser Körper das richtige Training. Mit propriozeptivem Training verbessern wir sowohl Gleichgewicht wie auch unser Körpergefühl.

Frau steht auf Yoga-matte.
Bildlegende: Wer seinen Körper besser spürt und Situationen vorausahnen kann, ist sicherer auf den Beinen. Colourbox

Für unser Gleichgewicht ist nicht nur der Orientierungssinn im Innenohr zuständig, sondern auch Sensoren im Körper, die Muskellänge, Gelenkstellungen und Strukturspannungen erkennen. Dank diesen wissen wir, in welcher Lage sich unser Körper im Raum befindet.

Eigenwahrnehmung ist trainierbar

Stolpern wir, erkennen diese Sensoren dies sofort, unser Körper reagiert und wir fallen nicht hin. Diese Eigenwahrnehmung ist trainierbar: mit einem Gleichgewichts- und Koordinationstraining. Im Fachjargon heisst das propriozeptives Training. Wir müssen uns nur hin und wieder aus dem Gleichgewicht bringen und ablenken.

  • Einbeinstand: Stehen Sie einige Minuten auf einem Bein. Wem das zu einfach ist, der schliesst einfach die Augen. Wer eine Ablenkung braucht, putzt sich die Zähne dabei oder jongliert mit Bällen.
  • Instabile Unterlage: Matten, Wackelbretter und Balancebälle sind im Handel erhältlich. Man kann sich aber auch einfach mit einem zusammengefalteten Handtuch aus dem Gleichgewicht bringen.
  • Im Alltag: Warten Sie einbeinig auf den Bus, waschen Sie auf einer instabilen Unterlage ab. So integrieren Sie das propriozeptive Training in den Alltag und verlieren keine Zeit dabei.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger