Der Wörtli-Schmid und seine Redensarten

Der frühere SRF-Mundartredaktor Christian Schmid nimmt sich erneut der Redewendungen an. Mit «Mir stinkts» hat er ein Buch um solche Sprachgeschichten nachgelegt: «Mich interessiert jede Redensart, zu der ich eine Geschichte erzählen kann.»

Ein Mann in einem Wohnzimmer.
Bildlegende: Christian Schmid. Rossier

Seit seiner Pensionierung schreibt Christian Schmid im Akkord Bücher mit unterhaltsamen Erklärungen von Wörtern und Wendungen. Er liest in der ganzen Deutschschweiz und begeistert mit seiner markigen Stimme überall sein Publikum. Er beweist dabei viel angehäuftes Wissen und saugt sich nichts aus den Fingern.

 

Falschdeutungen berichtigen

Christian Schmid legt gleich los: Bei aus den Fingern saugen stehe der junge Bär mit seiner Tatze am Ursprung. Daraus könne er während dem Winterschlaf Fett saugen.

Ja, um die Redensarten wird viel behauptet, das nicht stimmt. Christian Schmid hat Quellen bis ins Mittelalter untersucht und kann einige Falschdeutungen berichtigen. Aus dem Ärmel schütteln habe nichts mit Kartenspielern zu tun, sondern mit Predigern und ihren Kutten mit den weiten Ärmeln.

Christian Schmid präsentiert in «Mir stinkts» auf jeweils 4-5 Seiten 50 Geschichten um Redensarten. Er erzählt nun in der Schnabelweid auf SRF1 solche Geschichten und berichtet, was alles hinter dieser Arbeit steckt.

Hommage an Hannes Taugwalder

Zur Schnabelweid gehören auch der Mundart-Briefkasten (ratiburgere, Cheschtene us em Für hole), Familiennamen (Tschumi) sowie ein Mundart-Tipp zum 10. Todestag des Walliser Dichters Hannes Taugwalder.

TIPP:

Christian Schmid: Mir stinkts! 50 Redensarten – Herkunft und Bedeutung. Cosmos 2017. ISBN: 978-3-305-00452-2

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Christian Schmutz