Flurin Caviezel: Isch impfall wohr

Der Bündner Autor Flurin Caviezel verpackt Alltagserlebnisse in kurze Geschichten. Erst waren sie als «Morgengeschichten» auf Radio SRF1 zu hören, jetzt kann man sie im Geschichtenband «Isch impfall wohr» lesen. Wie hat er es mit der Wahrheit und wie weit geht er für eine gute Geschichte?

Flurin Caviezel
Bildlegende: Flurin Caviezel zvg

Eine Geschichte müsse immer so sein, «dass as hätti könne aso passiera», sagt Caviezel. Alles andere funktioniere nicht. Die Leser und Leserinnen würden sofort merken, dass da etwas nicht stimmen kann.

Zum Lügen habe er heute eine «liberale» Haltung. Natürlich lüge er niemals ganz bewusst. Aber wenn er ganz ehrlich sei, dann gebe es immer wieder mal Dinge, die er verheimliche. Oder etwas so sage, dass es sein Gegenüber so oder auch anders verstehen könne.

Beim Lügen komme es immer darauf an, für welchen Zweck man das mache. Zum Beispiel, damit eine Geschichte etwas mehr Pfiff bekomme. Aber das sei nicht lügen, sondern ausschmücken.

Buchtipp

  • Flurin Caviezel: Isch impfall wohr (2018, Zytglogge)

Florian Schneider - Schangsongs 3

Von den Querköpfen und Schwerenötern aus dem Oberbaselbiet singt Florian Schneider in seinen Chansons. «Schangsongs» nennt er seine Lieder, «Songs vom Schang». Schang kommt wie die Toilettenfrau Lisette aus dem abgelegenen Reigoldswil. Sie gehören zum Personal aus Säufern, Polteris und Liebeskranken, die diese Lieder bevölkern. Kein Zufall, dass auch Mathilda aus dem berühmten «Tom Traubert's Blues» von Tom Waits zur Runde gehört. «I mues doch e bitz Romantik is Oberbaselbiet bringe» meint Schneider im Gespräch. Letzte Woche hatte die dritte CD mit «Schangsongs» Vernissage.

CD-Tipp

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Susanne Sturzenegger, Christian Schmutz, Markus Gasser