Kilian Zieglers Geschichte mit Lieblingswörtern

Der SRF1-Mundarttag hat gezeigt, wie emotional Dialekte in der Schweiz diskutiert werden. Wir schauen zurück auf die angebliche Verluderung der Sprache – und lassen Poetry-Slam-Schweizermeister Kilian Ziegler eine zweite Geschichte mit Lieblingswörtern schreiben.

Kilian Ziegler
Bildlegende: Kilian Ziegler SRF

Beim Mundarttag am 18. Oktober ist herausgekommen: Viele Hörerinnen und Hörer haben mundartliche Lieblingswörter und -lieder. Andere haben hingegen importierte Hasswörter, die sie erschaudern lassen – Träppe, Herusforderig, Kaninli. Sie sprechen von Verluderung der Sprache, wie die Diskussionssendung Forum gezeigt hat. Aber was ist schon «richtig»?

Den Mundarttag multipliziert

Das spielerische Potenzial der Dialekte hat an jenem Tag Sprachkünstler Kilian Ziegler bewiesen. Er hat kurz spitz mit etwa 200 eingesandten Lieblingswörtern eine Geschichte geschrieben. Diese ist allein auf SRF-Facebook rund 50'000 Mal angeklickt worden. Aber viele dieser Wörter haben auch Fragezeichen hervorgerufen. Sie erfordern Erklärungen der SRF-Mundartspezialisten.

Ziegler hat nun eine neue Geschichte geschrieben – mit mehr Zeit. Er hat eine Auswahl der eingegangenen Wörter auf die berühmte kilian'schen Weise verwurstet. Uraufführung gibt es zwischen Weihnachten und Neujahr in der Schnabelweid.

Die Mundartsendung dauert ausnahmsweise von 20-22 Uhr. In der ersten Stunde fragt sich Mundartredaktor Christian Schmutz anhand des Forums vom 18.10., ob unsere Dialekte untergehen. Die zweite Stunde ist dann spielerisch den Lieblingswörtern gewidmet.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Christian Schmutz