Roman «Bluescht»: Nicht alles gedeiht, was im Frühling keimt

Es scheint weder mit ihnen noch ohne sie zu gehen – die Männer. Stef Stauffer erzählt in ihrem neuen Mundartroman «Bluescht» von einer jungen Frau, die sucht und doch gefunden werden will. Nur, der Passende ist irgendwie nie dabei. Ob das an den Männern liegt oder an ihr?

Stef Stauffer
Bildlegende: Stef Stauffer zvg

Da ist sie wieder, die namenlose Protagonistin, die wir schon aus Stef Stauffers Mundart-Erstling «Hingerhang» kennen. Die freche Jugendliche ist mittlerweile Mitte 20, in der «Bluescht» des Lebens.

Von ihrem sarkastischen Blick auf die Welt hat sie aber nichts eingebüsst. Indem sie nicht von «ig», sondern von «me» spricht, lässt sie nichts zu nahe an sich herankommen.

Amüsante Männergeschichten

Auch der Frühling ist wieder da, wie jedes Jahr, und mit ihm die Frühlingsgefühle. Männer treten auf und meist rasch wieder ab – entweder sind es wirkliche «Tuble» oder die Protagonistin ist zu «gschnöigget».

So hangeln wir uns mit der jungen Frau durch den Frühling und amüsieren uns über ihre Männergeschichten. Am besten lernen wir dadurch aber sie selber kennen.

Lesung aus dem Roman

In der Schnabelweid hören wir einige Ausschnitte aus «Bluescht» – gelesen von der Autorin und musikalisch begleitet von Resli Burri.

Zwischen den Ausschnitten spricht Mundartredaktor André Perler mit Stef Stauffer über ihren Roman – und vor allem über dessen interessante Protagonistin.

Warum schreiben die Berner Schiffländte mit «dt»?

Im Schnabelweid-Briefkasten gibt es Antworten auf Ihre Dialektfragen. Diese Woche geht es um Redewendungen mit dem Vergleich «wie en Schnägg ab de Brugg». Wofür steht diese Schnecke?

Ausserdem gehen wir der Frage nach, warum man in Bern und Solothurn «Schiffländte» schreibt, wo es doch überall sonst «Schifflände» heisst.

So schwätzed d Appezeller

Auch der Urner Familienname Herger wird im Schnabelweid-Briefkasten erklärt. Ein althochdeutscher Personenname und der Hof «Hergerig» bei Spiringen spielen dabei die Hauptrollen.

Gegen Ende der Sendung stellt Mundartredaktor André Perler ein neues Büchlein über das Appenzellerdeutsche vor. Das Büchlein umfasst Hans Hürlemanns Sprachkolumnen aus dem Appenzeller Magazin und gibt einen Einblick in die Appenzeller Dialekte.

Buchtipps:

  • Stef Stauffer: Bluescht. Roman, Zytglogge-Verlag, Bern 2020.
  • Hans Hürlemann: Helewie. So schwätzed d Appezeller, Appenzeller Verlag, Schwellbrunn 2019.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: André Perler