Die Ambivalenz der Stille

Stille ist kostbar. Wir leben inmitten von Auto- und Fluglärm, von musikalischer Dauerberieselung, Klingelterror von Handys, kurz: in einer reizüberfluteten Welt. Die Menschen suchen deshalb die Stille, haben aber gleichzeitig auch Angst davor.

Ein Mensch sitzt einsam auf einer Bank, inmitten einer Landschaft
Bildlegende: Wenn es aussen still wird, geht der 'Lärm' innen los Keystone / Steffen Schmidt

Die Qualität der Stille

Die Menschen sehnen sich nach der Stille und sind bereit, viel zu tun, um Ruhe zu haben. In der Stille kann man eine neue Langsamkeit und die Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge entdecken.

Stille ist nicht gleich Stille

Für die einen ist Stille absolute Ruhe, für die anderen die Absenz bestimmter Geräusche. Da die Welt, in der wir leben, fast nie ganz still sein kann, wird der Grad der Stille individuell wahrgenommen.

Die Angst vor der Stille

Stille hat ein grosses Sehnsuchtspoential. Gleichzeitig macht Stille auch Angst. Sobald man im Stillen mit sich alleine ist, beginnt der Lärm im innern. Das kann beklemmen, kann Angst und den Drang nach musikalischer oder anderweitiger Berieselung auslösen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Jürg Oehninger