Leben im Hochhaus

Im «Treffpunkt» erzählen Hochhausbewohnerinnen und -bewohner, wie sie im Hochhaus leben. Wurden Hochhäuser früher in die «Ghetto-Ecke» gestellt, ist Wohnen im Hochhaus seit einigen Jahren wieder angesagt.

Blick auf das Hochhausquartier Tscharnergut, Bethlehem, Bern
Bildlegende: Die Hochhäuser im Tscharnergut in Bern Bethlehem. KEYSTONE/Gaetan Bally

Das erste Hochhaus der Schweiz wurde in Lausanne gebaut. Der sogenannte «Tour Bel-Air». Höhe: 78 Meter, 19 Etagen, 13 Aufzüge. Nach amerikanischem Vorbild. Bei der Eröffnung 1932 ein Novum in der Schweiz. Seither kamen etliche Hochhäuser hinzu – und faszinieren noch immer.

Definition «Hochhaus»

Welches Haus bereits schon ein Hochhaus ist oder noch nicht, ist eine Frage der Perspektive und der Relation. Eine Definition lautet: Weil die durchschnittliche Feuerwehrleiter in der Schweiz 25 Meter lang ist, sind alle Häuser Hochhäuser, die höher als 25 Meter sind. Eine andere Definition lautet: Ein Haus ist ein Hochhaus in Relation zu den umliegenden, niedrigeren Häusern. Oder: Ein Haus ist ein Hochhaus, weil es über die Umgebung hinausragt und damit ein städtebauliches Zeichen setzt.

Das Hochhaus als Aufreger

Als in den 1960er- und 1970er-Jahren in der Schweiz die hohe Zeit der Hochhäuser war, fragte man sich: Wie nur leben die Menschen in einem Hochhaus? Was machen die Kinder ohne Garten? Das fragten sich beispielsweise die Zürcher in den 1960er-Jahren, als im Lochergut knapp 350 Wohnungen auf engstem Raum entstanden (Video siehe unten).

Video «Die gute Seele im Zürcher Lochergut» abspielen

Die gute Seele im Zürcher Lochergut

1:56 min, vom 7.12.2017

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Wohnen im Hochhaus Lochergut

16 min, vom 18.9.1967

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Jürg Oehninger