Marder aus dem Haus vertreiben

Marder richten auf Estrichen oder in Zwischenwänden mit ihren Krallen und Zähnen oft Schäden an. Davon abhalten kann man sie mit strengen Gerüchen, einem Radio – oder aber baulichen Massnahmen.

Ein Marder klettert auf einen Baum.
Bildlegende: Marder sind ausgezeichnete Kletterer. Colourbox

Strenge Gerüche vertrieben die Tiere, berichten «Trick 77»-Hörer. Auf dem Dachboden werden löchrige Dosen platziert oder aufgehängt. Darin ist Stoff getränkt mit Salmiak, Terpentin, Kampfer, Muskelbalsam, billigem Parfüm oder Mittel aus dem Fachhandel.

Musik wirkt abschreckend

Auch Hundehaare hätten eine abschreckende Wirkung. Die Haare müssen regelmässig ausgewechselt werden, da sie ihren Geruch verlieren.

Der besondere Tipp einer Hörerin: einen Radio aufstellen. Diesen mit einer Zeitschaltuhr versehen und so die Marder akustisch überraschen. Welche Musik die Marder am effektivste abschreckt, stellt die SRF-Musikredaktion noch vor ein Rätsel.

Bauliche Massnahmen für langfristigen Schutz

Der Wildhüter sagt: Steinmarder hätten bis zu 100 Hektar grosse Reviere. Die nachtaktiven Tiere seien ständig auf Nahrungs- und Wohnungssuche. Marder markieren ihre Reviere mit Duftspuren, Kot und Urin. Daher können Fremdgerüche die Tiere zwar irritieren, langfristiger Schutz bieten bauliche Massnahmen.

Marder sind Kletterkünstler und erreichen Dachstöcke auch über verputzte Fassaden. Faustregel: Es reicht ein Loch in der Grösse eines Fünflibers, dass ein Marder durchschlüpfen kann.

Zwischen März und Juli sollte man auf bauliche Massnahmen und Marderfallen verzichten, da sonst Jungtiere von ihrer Mutter abgetrennt werden können.

Moderation: Monika Erni, Redaktion: Krispin Zimmermann