Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat dazu geführt, dass Tausende von Reisenden in der Golfregion gestrandet sind. Nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sind über 4000 Personen aus der Schweiz betroffen. Einer davon ist SRF-Moderator Stefan Büsser, der sich privat in Abu Dhabi aufgehalten hat.
Mittlerweise haben die ersten Flugzeuge Abu Dhabi und Dubai verlassen – ein Flugzeug mit Büsser an Bord. Auf Instagram postet er aus dem Flugzeug ein Selfie und schreibt dazu: «Jetzt nur noch an den Raketen vorbei und dann endlich wieder zu Hause.»
Die Zeit der Ungewissheit beschreibt Büsser als belastend. Die Situation sei angespannt, aber nicht panisch gewesen. Raketen seien «direkt über uns» geflogen und abgefangen worden. «Der Knall und vor allem die Druckwelle sind gut spürbar, wie bei einem Erdbeben. Die Fenster in meinem Bungalow haben gezittert.»
Dazu kam der Raketen-Alarm mitten in der Nacht, bei dem es galt, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. «Man schläft danach, wenn überhaupt, nur mit einem mulmigen Gefühl ein.»
Flexibilität ist gefragt
In der Schweiz herrschte derweil bei den Machern seiner SRF-Show «Late Night Switzerland» rege Betriebsamkeit. In erster Linie drückten alle Büsser die Daumen, dass er schnell und unversehrt wieder zurückfliegen kann.
In zweiter Linie lief die Planung für den Fall, dass er über den kommenden Sonntag hinaus in Abu Dhabi festgesässen wäre. Eine Einbindung aus der Ferne war ebenso eine der Optionen wie der Einsatz eines Ersatzmoderators oder einer Ersatzmoderatorin. Dass er nun pünktlich zurück ist, wird ihn freuen. Noch in Abu Dhabi stellte er fest: «Noch nie habe ich eine Sendung verpasst. Ich würde es sehr begrüssen, wenn das so bleibt.»