«Das ist eine historische und moralische Aufgabe für uns»

...sagt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras im Parlament Ende April. Und mit diesen Kapiteln aus der Vergangenheit meint er den 2. Weltkrieg. 

Eine alte Frau in Trauer vor einem Gedenkschrein im Dorf Distomo, wo Nazi-Truppen 1944 214 Zivilisten ermodrdeten.
Bildlegende: Wunden aus der Vergangenheit sind nicht verheilt: Gedenkstätte im Dorf Distomo, wo Nazi-Truppen 1944 über 200 Zivilisten ermordet haben Keystone


Eine klare Mehrheit im griechischen Parlament stimmte anschliessend für eine Resolution, die die Regierung verpflichtet, von Deutschland Geld zu fordern. Reparationszahlungen in der Höhe von 300 Milliarden Franken. Und zwar für alle Schäden, die menschlichen wie auch die materiellen, die Griechenland im Zuge der deutschen Besatzung 1941 bis 1944 erlitten hat.

Doch: Wie berechtigt sind die griechischen Forderungen nach Reparationen? Und wie lebendig ist das Erlebte in der griechischen Bevölkerung heute noch?

Darum geht es im Gespräch mit der Journalistin Corinna Jessen in Athen.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler