«Wir erleben eine systematische Verteufelung von Journalisten»

Ägypten ist unter Präsident Abdel Fatah al-Sisi zu einem der Länder mit den meisten inhaftierten Medienleuten geworden. Das dokumentiert «Reporter ohne Grenzen» in ihrem jüngsten Bericht. Wenn es um Pressefreiheit geht, stuft die NGO Ägypten auf Platz 163 von 180 erfassten Ländern ein.

Journalisten protestieren mit Transparenten gegen die Inhaftierung des Fotojournalisten Shawkan in Kairo 2015.
Bildlegende: Journalisten fordern die Freilassung eines inhaftierten Kollegen Keystone

Jüngstes Beispiel: Ende November machten Razzien und Verhaftungen bei der Internetzeitung Mada Masr Schlagzeilen. Repression gegen eine der letzten regierungskritischen Zeitungen im Land.

Wie kommt es also, dass Präsident al-Sisi die Meinungsfreiheit in Ägypten lobt?

Um diesen Widerspruch, um Pressezensur und die Situation von Medienleuten in Ägypten geht es in diesem Gespräch mit der Journalistin Astrid Frefel, die jahrelang aus Ägypten berichtet hat.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler