Wie Flüchtlinge Zürich zur Seidenstadt machten

1555 sind 116 Personen aus Locarno in Zürich an der Schifflände angekommen. Die reformierten Glaubensflüchtlinge kannten weder die geltenden Zunftgesetze, noch die Sprache. Doch innerhalb kurzer Zeit bauten sich die Locarner in Zürich ein gewinnbringendes Geschäft auf.

Es klingt ein bisschen nach Tellerwäscher wird Millionär: Was die Locarner Reformierten da in Zürich zu Stande gebracht hatten, beschreibt eine durch und durch gelungene Integration. Ein Gewinn für beide Seiten: Erst die Tessiner Flüchtlinge, unter denen viele Händler waren, sahen das Potenzial der Limmatstadt für den Fernhandel. Später kam dann auch die Seidenproduktion hinzu, ebenfalls angeregt von einem Locarner. Barbara Hutzl-Ronge hat anlässlich des Zürcher Reformationsjubiläum ein Buch geschrieben, in dem sie diese und weitere Geschichte erzählt.
Deborah Sutter

Von Zürich in die ganze Welt: Die Zürcher Reformation als Exportschlager
Englische Flüchtlinge, die Zürcher Ideen zurück nahmen in ihr Heimatland. Niederländische Handelsschiffe, die Schriften der Zürcher Reformation auf der ganzen Welt verbreiteten. Und Briefkontakte zu Reformatoren in ganz Europa. Zürich war im 16. Jahrhundert ein Zentrum der Reformation. Wie das kam und weshalb heute Luther und Calvin viel bekannter sind.
Nicole Freudiger

Glocken der Heimat von der evangelisch-reformierten Kirche aus Innertkirchen BE

Redaktion: Nicole Freudiger