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Cannabis als Doping: ja oder nein?
abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
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Cannabis im Sport Gehört das grüne Kraut auf die Dopingliste oder nicht?

Die Welt-Anti-Doping-Agentur will im kommenden Jahr prüfen lassen, ob Cannabis weiterhin als Dopingmittel gelten soll.

Für Sha'Carri Richardson platzte der Traum von den Olympischen Spielen abrupt. Die amerikanische Sprinterin war an den US-Trials positiv auf Marihuana getestet worden und durfte wegen einer 30-tägigen Sperre nicht in Tokio teilnehmen. Cannabis als Dopingmittel steht seither vermehrt in den Schlagzeilen.

Wenn im Sport eine Substanz zwei der drei entscheidenden Kriterien – leistungsfördernd, gesundheitsgefährdend, Verstoss gegen den «Spirit of Sport» – erfüllt, landet sie auf der Dopingliste. Bei Cannabis kommt immer wieder die Frage auf, ob es tatsächlich auf dieser Liste stehen muss.

Leistungssteigerung nur in seltenen Fällen

Vor allem der leistungssteigernde Effekt kann infrage gestellt werden. «Bei den allermeisten Sportarten ist das sicherlich nicht der Fall. Es gibt vielleicht ein paar wenige, bei denen es von Vorteil ist, wenn man relaxed oder bereit ist, grössere Risiken einzugehen», sagt Ernst König, Direktor von Antidoping Schweiz.

Da auch die anderen beiden Kriterien nicht abschliessend beurteilt werden können, hat die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada für 2022 eine wissenschaftliche Untersuchung angekündigt, um zu entscheiden, ob Cannabis auf der Liste bleiben soll oder nicht.

Welche Substanz zum Beispiel schon von dieser Liste gestrichen werden konnte und weshalb Ernst König beim Cannabis eher schlechte Chancen für diesen Schritt sieht, erfahren Sie oben im Audio-Beitrag.

Radio SRF 1, Bulletin von 18:45 Uhr, 27.09.21;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    ist alkohol auch doping? wenn nicht, sollte auch cannabis nicht auf der dopingliste stehen. Leistungsfördernd ist es sicher nicht.
  • Kommentar von Uwe Frings  (Baggi)
    Da Canabis eher den Geist dämpft, als stimuliert, wäre es eher als Schlafmittel, als ein Dopingmittel, zu gebrauchen…
    1. Antwort von Marc Nager  (Manager)
      Cannabis wirkt bei jedem/r anders. Mich hatte es jeweils geistig stimuliert. Ich war damals Musiker und es machte mich kreativer. Körperlich verschaffte es mir weder Vor- noch Nachteile. Aber eben, es wirkt bei jeder/m anders. Es kann auch Psychosen auslösen und Rauchen ist ja wohl kaum gesund. Folglich eher gesundheitsschädlich. Ein schwieriges Thema. Nicht nur für die WADA…
  • Kommentar von Jimmy Schenk  (Jimmy Schenk)
    Isch doch en witz, bi sprinter na über doping diskutiere xD