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E-Sport eWorld Cup: Professioneller Fussball auf der Konsole

In London messen sich bis am Samstag die besten Fifa-E-Sportler der Welt. SRF überträgt die Finalspiele im Livestream.

Legende: Audio Wie muss man sich den eWorld Cup vorstellen? (SRF 3) abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
03:17 min

In der Londoner O2-Arena treten bis Samstag die 32 besten Fifa-E-Sportler gegeneinander an. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 250'000 Dollar, insgesamt werden 400'000 Dollar ausgeschüttet.

Zum Vergleich: Bei der Weltmeisterschaft in Russland ging es um 400 Millionen Dollar – exakt tausendmal mehr.

Konsole und Rasen – die Unterschiede

Die Macher des Games haben sich Mühe gegeben, Atmosphäre zu schaffen: Vom Absingen der Nationalhymne über die Reaktion des virtuellen Publikums im Stadion bis zu den virtuellen TV-Kommentatoren – alles wie im richtigen Fussball-Leben.

Dennoch gibt es grosse Unterschied: Der Fussball im Game ist schneller, es werden mehr Goals geschossen, eine Halbzeit dauert bloss 10 Minuten. Steht es dann unentschieden, so gilt für die Verlängerung die Golden-Goal-Regel: Wer das erste Tor schiesst, der gewinnt.

Sendehinweis

Die Endphase des Fifa e-World-Cup aus London können Sie live bei SRF mitverfolgen. Am Samstag zeigen wir ab 14 Uhr die Halbfinals und dann ab 19 Uhr den Final im exklusiven Web-only-Livestream.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: Am eWorld Cup treten keine Teams gegeneinander an, sondern Einzelkämpfer. Viele eingefleischte Fussball-Fans können sich deshalb nicht so recht für die digitale Version ihres Lieblingsspiels erwärmen.

Virtueller Fussballer: Jung, männlich

Ausschliesslich junge Männer messen sich am eWorld Cup, meist um die 20, vorwiegend aus Europa und Südamerika, aus den Regionen halt, wo der konventionelle Fussball beliebt ist.

Zum Beispiel der 22-jährige August Rosenmaier. Der Däne nahm schon an 6 Meisterschaften teil, 2014 gewann er den eWorld Cup. Dieses Jahr ist er einer der Favoriten. Seit seinem 6. Lebensjahr spielt Rosenmaier Fifa, zuerst heimlich auf der Konsole des älteren Bruders, während dieser in der Schule war.

Ein Schweizer E-Sportler ist 2018 in London nicht dabei. Indirekt nimmt die Schweiz dennoch teil: Der deutsche Tim Katnawatos ist beim FC Basel als E-Sportler unter Vertrag und hat es dieses Jahr in die Endausscheidung der digitalen Weltmeisterschaft geschafft.

Fussball auf der Konsole

Die erste Version des Fifa Game wurde bereits 1993 lanciert, bis 2016 wurden 150 Millionen Kopien verkauft. Es ist somit das erfolgreichste Sport-Game auf dem Markt.

Beim Spielen kontrolliert man über die Konsole abwechselnd jeweils die Bewegung eines virtuellen Fussballers, die anderen 10 steuert derweil der Computer. In der E-Sport Szene stösst Fifa darum oft auch auf harte Kritik, weil der einzelne E-Sportler nur einen Teil des Spiels selbst kontrollieren kann.

Sendebezug: Radio SRF 3, 02.08.2018

12 Kommentare

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  • Kommentar von martin keller (blofeld77)
    So langsam bin ich ebenfalls gegen die Billag. Wenn das die Entwicklung unserer Gesellschaft ist, sehe ich leider schwarz
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  • Kommentar von Navi Sualg (Mr.G)
    Ich finde es toll das man auf den E-Sports Zug aufspringt. Ob E-Sports Sport ist oder nicht muss jeder für sich wissen. Für mich ist es etwa gleich viel Sport wie Formel 1 oder andere Autosportarten. Bei beiden braucht es wenig körperliche Anstrengung, aber trotzdem muss man voll fokussiert sein.
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    1. Antwort von Hans Jackob (Chopfchratzer)
      Das ist lächerlich, schon mal so einen Formel 1 Fahrer nach einem rennen gesehen? Durchgeschwitzt und Fitnesstechnisch auf einem sehr hohen Niveau! Was hat den der Gamer nach einem Spiel? Einen wunden Po und blasen am Finger? Mehr aber definitiv nicht. Der schwitzt höchstens wegen den Scheinwerfern oder Nervösität, aber sicher nicht wegen der körperlichen Anstrengung! Gehen Sie doch mal 1h Go-Kart fahren, dann vergleichen Sie es mit 1h zocken! Und merken Sie wie lächerlich der Vergleich ist.
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Dass SRF Wettbewerbe im Computerspielen per Livestream überträgt, kann ich wegen des Interesses der einschlägigen Szene nachvollziehen. Hingegen bin ich der Meinung, dass das eher unter Kultur oder dergleichen gehört und nicht unter Sport. Der Gegenstand eines Spiels macht dieses Spiel nicht zum Sport. Über die Berufsweltmeisterschaften wird ja auch nicht im Sportteil berichtet, obwohl die Leute dort ebenfalls grosse Konzentration, grosse Anstrengung und gutes taktisches Geschick benötigen.
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