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Bundesrat lockert 1000er-Grenze für Grossanlässe ab Oktober
Aus sportaktuell vom 12.08.2020.
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Presseschau nach der Lockerung «26 Fragezeichen bleiben»

Das sagen die Medien zum Bundesrats-Entscheid, Sportanlässe mit über 1000 Personen ab dem 1. Oktober wieder zu erlauben.

Am Mittwoch entschied der Bundesrat, das Verbot von Veranstaltungen mit über 1000 Personen in der Schweiz um einen Monat bis zum 30. September zu verlängern. Dann sollen Anlässe unter Einhaltung strenger Schutzkonzepte wieder erlaubt sein.

Für viele Schweizer Medien ein typisch schweizerischer Kompromiss. Der Tages-Anzeiger meint:

Der Bund kommt mit seinem Entscheid den Sportklubs und Kulturveranstaltern in der Schweiz weit entgegen. Aber eben nicht so weit, wie diese das gerne gehabt hätten.
Autor: Tages-Anzeiger

Problematisch sei insbesondere, dass der Bund die Bewilligungskompetenz an die Kantone abgetreten habe. Marc Lüthi, Sportchef beim SC Bern, beschreibt die neue Lage im Tages-Anzeiger so: «26 Fragezeichen bleiben.»

Blick-Sportchef Felix Bingesser schreibt in seinem Kommentar:

So richtig zufrieden ist niemand. Es gibt die kritischen Stimmen, die angesichts steigender Fallzahlen von einer leichtsinnigen Lockerung sprechen. Und es gibt die Sport- und Kulturbranchen, die jetzt etwas Perspektive haben. Ein Lichtlein am Horizont. Aufatmen kann nach dieser Kompromisslösung aber niemand.
Autor: Blick

Gerade im Sport blieben existenzielle Nöte. Zudem fordert der Blick, dass «die Politik beim 100-Millionen-Hilfspaket für den Spitzensport nun nochmals über die Bücher muss. Und zwar schnell. Die unsinnige Solidarhaftung muss weg.»

Zeit, sich Fragen zu stellen

Die NZZ sieht den Entscheid vom Mittwoch für die Sportveranstalter und Klubs als «gute Nachricht». Die Konkurswelle, die in den letzten Wochen und Monaten an die Wand gezeichnet worden sei, sei damit vorerst entschärft.

Doch man dürfe sich gleichzeitig nichts vormachen, warnt die NZZ:

Die finanzielle Situation der Fussball- und Eishockey-Profiligen bleibt extrem angespannt. Nun ist es aber Zeit, sich ernsthaft jener Frage zu stellen, die für sie alle überlebenswichtig ist: Wie können wir unser Geschäft auf eine Basis stellen, die uns mittelfristig erlaubt, ohne Hilfe zu überleben? Die Antwort ist einfach: Die Löhne der Spieler müssen sinken.
Autor: NZZ

Der Sport darf sich also auf die Zuschauer freuen. Aber der Weg zurück in die Normalität, wie sie vor dem Coronavirus war, bleibt lang und beschwerlich.

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Rad- Eishockey- und Fussball-Verband reagieren auf Bundesrats-Entscheid
Aus sportaktuell vom 12.08.2020.
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SRF 1, Bundesrats-MK, 12.8.20, 15:00 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Die Verbände Jammern und Fordern. Nehmen wir nur den Schweizerischen Fussballverband. Ein Trauerspiel ohne Ende. Kein schlüssiges Konzept, aber stets jammern und fordern. Keine Solidarität im Schweizer Fussball. Ein Jämmerliches Bild gebt ihr ab. Besonders wenn man Positive Vorbilder hat. Sehen wir nur über die Grenze. Dann sehen wir wie vorab Herr Seifert und der Deutsche Fussballbund arbeitet. Oder nehmt euch ein Beispiel an der Schweizer Gastronomie die mit Positivem Ideen mitarbeitet.
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  • Kommentar von Nico Stäger  (Nico Stäger)
    Offenbar ist und bleibt dies die "neue Normalität". Das emotionale Miteinander wird nie wieder zurückkommen, denn das Virus wird bleiben, auch mit Impfung und mit Mundschutz.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Genauso wenig Sinn wie das tägliche Geklöhne wegen der Einschränkungen Sinn macht, so wenig machen negative Prognosen Sinn über eine Entwicklung von der wir noch so gut wie nichts wissen. Auch wenn das Virus vielleicht trotz Impfung bleibt, kann es damit doch den grössten Teil seines "Schreckens" einbüssen. Wieso sollte da ein "emotionales Miteinander" ausbleiben?
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    2. Antwort von Nico Stäger  (Nico Stäger)
      "Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glauben." Offenbar glaubt nicht nur Herr Reuteler an die kopernikanische Wende in der Corona-Thematik. Das würde aber bedingen, dass der Bundesrat irgendwann selbstkritisch hinsteht und eingesteht, dass sie "ein bisschen" über die Stränge geschlagen haben mit den Massnahmen und sich eingesteht, dass wir es mit SARS-CoV-2 tatsächlich nicht mit einem hollywoodschen Killervirus zu tun haben.
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  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Die Zitate aus den Zeitungen bringen es auf den Punkt. Es ist ein Kompromiss mit sehr viel Vertrauensvorschuss seitens des Bundes, der Perspektive gibt aber niemanden richtig glücklich macht. Und die wirtschaftlich nicht so ganz inkompetente NZZ sagt deutlich: "Die Löhne der Spieler müssen sinken".
    Nur hier in den Kommentarspalten trötzlen weiterhin ein paar Schlaumeier. Das gibt jetzt sicher wieder viele Ablehner für mich ^^
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