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Die Reihen in den Berner Stadien lichten sich wieder
Aus Sport-Clip vom 18.10.2020.
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Rückkehr zur 1000er-Regel Wieder massive Einschränkungen für den Berner Sport

Der Kanton Bern verbietet ab Montag Grossveranstaltungen: YB sowie drei NL-Klubs müssen ihr Publikum wieder zurückfahren.

Nachdem der Bundesrat am Sonntag der Bevölkerung die neuen Weisungen im Umgang mit Corona vermittelt hatte, ging man im hiesigen Sport von keinem Erdbeben aus. Trotz der epidemiologisch angespannten Situation war mit keinen weiteren Einschränkungen zu rechnen.

Grossveranstaltungen sind gemäss Regierung weiter möglich. Die Hoheit für die Durchführung bleibt bei den Kantonen. Und genau auf dieser Ebene hat am Sonntagnachmittag mit Bern ein erster Kanton die Handbremse gezogen. Wegen der rasant steigenden Fallzahlen beschloss die zuständige Exekutive, per Montag Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zu verbieten.

Stehende YB-Fans auf der Tribüne.
Legende: Die Ränge im Kanton Bern lichten sich wieder YB ist davon betroffen, wenn ab Montag Grossveranstaltungen ab 1000 Personen wieder verboten sind. Keystone

Wieder nahe bei einer «Geisterkulisse»

Umgemünzt auf die Profi-Klubs in der höchsten Schweizer Fussball- und Eishockeyliga heisst dies, dass bis auf weiteres wieder nur noch maximal 1000 Matchbesucher erlaubt sind. Betroffen davon ist der Meister Young Boys, der zuletzt gegen Vaduz 11'660 Zuschauer im Wankdorf hatte.

Auch im Eishockey gilt für den SC Bern, den EHC Biel und die SCL Tigers im Oberhaus bis auf weiteres nicht mehr, dass sie maximal zwei Drittel der verfügbaren Sitzplätze besetzen dürfen. Diese Regel wurde per 1. Oktober eingeführt – mit der Voraussetzung eines entsprechenden Schutzkonzepts. Der SCB nahm in einer ersten Stellungnahme am Sonntagabend den Entscheid mit Befremden zur Kenntnis, auch bei den Young Boys war die Irritation gross. Ein Datum, bis wann die Massnahme «rot » gilt, gab der Kanton Bern in seiner Medienmitteilung nicht an.

Da gemäss Schweizer Regierung die Verantwortung für die Durchführung von Anlässen – Sportevents und Matches inklusive – weiter bei den Kantonen liegt, kann dies in der Praxis absurde Ausmasse annehmen. Die angewendeten Massstäbe sind bei allen Klubs unterschiedlich, ein Chaos erscheint sehr wahrscheinlich.

Aufatmen im Amateursport

Im Zusammenhang mit der neu definierten 15-Personen-Regel für spontane Menschenansammlungen ist der Amateursport ausgenommen. Trainings, Spiele und Wettkämpfe seien von der Limitierung nicht tangiert, erklärte Michael Gerber vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

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Michael Gerber (BAG): «Maskenpflicht gilt auch in Sportkursen – ausser sie ist nicht mit der Aktivität vereinbar»
Aus News-Clip vom 18.10.2020.
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Radio SRF 4 News, Nachmittagsbulletin, 18.10.2020 15:00 Uhr;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das Problem ist nicht das Verhalten im Stadion während des Matches sondern was "vor und nachher abgeht", den da klappt vieles gar nicht mehr!
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    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Herr Heusser, das Verhalten vor dem Stadion,- vor und danach, -ist sehr gewissenhaft ausgeführt worden! Ich war am Spiel und es gäbe sicher noch Verbesserungspotentiall bezüglich Einlass, aber ansonsten haben sich die meisten Zuschauer an das Schutzkonzept gehalten! Etwa 98%! Meine Einschätzung.
      Ich rede vom Spiel Yb-Vaduz, für die anderen kann ich nicht sprechen, weil ich es nicht weiss. Dort ist der Hund ganz sicher nicht begraben und auch nicht zu suchen!! Ihre Aussage ist schlicht falsch!
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  • Kommentar von Heinz Jost  (bikeforfun)
    Bei der ganzen Diskussion hier in den Foren und Beiträgen geht vergessen, dass es nicht nur um die Orte der Events geht. Sondern es ist wichtig zum Eindämmen einer Pandemie, dass die Menschen nicht zu viel unterwegs sind.
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Die Partybranche ist eindeutige der Hauptsünder, weil sie sich einen Dreck um ihre eigenen Schutzkonzepte geschert hat. Also ist der Fall klar, Clubs, Bars, Discotheken und Tanzveranstalter sind zur Rechenschaft zu ziehen, ihre Betriebe sind gegebenenfalls zu schliessen und sie sollen für den wirtschaftlichen Schaden, den sie angerichtet haben, aufkommen. Es kann nicht sein, dass diejenigen, die alles richtig gemacht haben, für die Nachlässigkeit anderer bezahlen.
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    1. Antwort von Franz Huber  (Raffi)
      Schutzkonzepte sind nur so gut wie man sich daran hält. Richtig, gilt aber auch im Fussballstadion. Mein Sohn war kürzlich auch an einem Fussballspiel. Auf seinem Platz sass schon einer, ein ehemaliger SRF Mitarbeiter. Dann suchte er sich halt einen anderen Platz. Ich glaube nicht dass sich die grosse Mehrheit an die zugewiesenen Plätze hält. Dann soll es in den Kurven ja Schlaumeier geben, die einfach während dem ganzen Spiel am Trinken uo. Rauchen sind, dass sie die Maske nicht tragen müssen.
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    2. Antwort von Roland Glättli  (R. Maier-G.)
      Herr Gebauer, wen dürfen die Bürger zur Rechenschaft ziehen, wenn sich offiziell herausstellt, dass die Massnahmen weit überzogen waren! Die Beweislast, dass sogenannte "Fallzahlen" keine Aussagekraft haben wird täglich grösser! Ich hoffe, Sie haben schon mal was zur Seite gelegt!
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