Verlorene Talente – so unterstützt Swiss Olympic

Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Sport BASPO brechen zwei Drittel der Schweizer Talente ihre Sportkarriere frühzeitig ab. Und das trotz vieler Unterstützungs-Massnahmen der Dachorganisation Swiss Olympic.

Manuela Pesko (links) wurde in 2007 Weltmeisterin in der Halfpipe, Junioren-Weltmeister Daniel Friberg trat früh zurück. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Unterschiedliche Karriereverläufe Manuela Pesko (links) wurde 2007 Weltmeisterin der Halfpipe, Junioren-Weltmeister Daniel Friberg trat früh zurück. Keystone

«Drop Outs lassen sich nicht verhindern, aber vermindern», sagt Ralph Stöckli, verantwortlich für den Leistungssport bei Swiss Olympic. Er ist überzeugt, dass sich einige Talente länger im Spitzensport halten könnten, wenn sie die bereits bestehenden Förderangebote von Swiss Olympic besser kennen und nutzen würden. Hier die Wichtigsten:

PISTE

PISTE ist die Abkürzung für «Prognostische Integrative Systematische Trainer-Einschätzung». Hinter der komplizierten Umschreibung steckt folgendes: Talente werden nach Wettkampfleistung, Testergebnissen, Entwicklungspotential, Motivation, Biographie und biologischem Entwicklungsstand beurteilt. So erhalten wirkliche Talente die Gewissheit, dass es sich für sie lohnt, auf den Sport zu setzen.

Talent Card

Die Vergabe von Swiss Olympic Talent Cards gibt Talenten die Möglichkeit, direkt an finanzielle Mittel zu gelangen und indirekt an Förderplätze von J+S, der Sporthilfe oder auch an private Sponsoren zu gelangen. Unter dem Titel Scholarship vergibt Swiss Olympic z. B. Stipendien von 2'000 bis maximal 24'000 Franken.

Sportschulen

In der Schweiz gibt es 5 Sportschulen, welche die schulische und sportliche Ausbildung übernehmen. Rund 50 Partnerschulen übernehmen die Verantwortung für den schulischen Bereich und unterstützen individuelle Trainings- und Wettkampfteilnahme-Möglichkeiten der Athleten.

Leistungssportfreundliche Lehrbetriebe

Mehr als 250 Lehrbetriebe ermöglichen eine leistungssportfreundliche Berufsausbildung. Heisst: Neben der Berufsbildung soll der Sportler seine Karriere verfolgen können.

Hochschule und Spitzensport

Auch das Studium und der Spitzensport lassen sich mit Koordinatoren an allen Hochschulen unter einen Hut bringen.

Swiss Olympic Career Programme

Das «Swiss Olympic Career Programme» hilft Nachwuchsathleten individuelle Freiräume oder auch Arbeitsplätze für die sportliche Laufbahn zu finden.