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Der Sport muss zurückstehen, also studiert Kambundji intensiv
Aus Arena vom 01.05.2020.
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WM-Dritte ohne Existenzsorgen Kambundji: Privilegiert und positiv durch die Corona-Krise

Mujinga Kambundji macht aus der Corona-Not eine Tugend: Sie forciert ihr Studium und muss vorerst nicht um ihre Existenz bangen, wie sie in der «Arena» ausführte.

In der «Arena»-Spezialsendung vom 1. Mai lautete das Thema: «Jetzt reden die Betroffenen». Die Sicht der Sportler vertrat Leichtathletin Mujinga Kambundji. Aus ihren Voten wurde klar, dass sie nicht den Durchschnitt repräsentiert. Denn die 27-Jährige befindet sich dank ihrer jüngsten Erfolge in einer global bedeutsamen Sportart in einer deutlich komfortableren Situation als das Gros ihrer Berufskollegen.

«Ich habe Partner, die langfristig mit mir zusammenarbeiten», sagte die Bernerin in der TV-Sendung und verwies so auf ihre privilegierte Situation. In der aktuell wettkampflosen Zeit wegen des Coronavirus ist Kambundji finanziell abhängiger denn je von Sponsoren.

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Kambundji: «Für dieses Jahr muss ich mir keine Sorgen machen»
Aus Arena vom 01.05.2020.
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Schliesslich entfallen bis auf weiteres die Startgagen – und die wären bei der WM-Dritten von 2019 in Doha über 200 m ansehnlich. Genau beziffern kann die Sprinterin den Ausfall nicht, aber sie betont: «Meine Sponsoren können dies auffangen, deshalb muss ich mir für dieses Jahr sicher keine Sorgen machen.»

«Geister»-Kulisse wäre ein Graus

Dagegen beschäftigen Kambundji die aktuell fehlenden Perspektiven. Mit der Verlegung der Olympischen Sommerspiele in Tokio auf 2021 und der EM sowie der Absage ganz vieler Meetings ist fast die komplette Freiluft-Saison weggebrochen.

Im Sport lernt man, mit Niederlagen umzugehen und flexibel zu sein.
Autor: Mujinga Kambundjiüber den Corona-Ausnahmezustand

«Geister»-Wettkämpfe wären für sie, die sich durch das Adrenalin regelmässig zu Höchstleistungen pusht, kaum eine Option. «Das wäre ganz speziell und nicht vergleichbar. Denn die Stimmung in einem Stadion mit 30'000 Zuschauern kann man nicht simulieren.»

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Kambundji: «Diese Stimmung kann man nicht simulieren»
Aus Arena vom 01.05.2020.
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Kambundji ist nicht in ein Loch gefallen, «denn im Sport lernt man, mit Niederlagen umzugehen und flexibel zu sein». Also war es ihr ein Anliegen, die Zeit im Ausnahmezustand sinnvoll zu nutzen. Die Schweizer Sportlerin des vergangenen Jahres forciert ihr Wirtschaftsstudium. Ursprünglich schrieb sie sich für drei Vorlesungen ein, daraus sind mittlerweile einige mehr geworden.

SRF 1, «Arena», 01.05.2020 22:25 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Anton Widmer  (Widmera)
    Diese einstellung unserer vorzeige leichtathletin zeigt von reife und intelligenz. Sie macht das beste aus der situation und wird in zukunft profitieren, da es auch ein leben nach dem sport gibt. Diese würde gewissen akteure im sport ebenfall's gut tun, z.b. fussball. Man google mal nach b.lüthi ehemals fcthun-gc. Da sieht man gut in dieser sporart wie es ist wenn sich einer mehr gedanken macht als nur nach klamotten, tatoos, goldketteli und protzautos, was bei den meisten fussballer normal ist.
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  • Kommentar von Regula Steiner  (Kiesel)
    Sportliche-Leistung gut und recht!Jedoch wird die ständige Präsenz gewisser Sportler/innen ausserhalb dem Sport-Teil, neu gar in Polit-Sendungen zum lästigen Ärgernis.Hausfrauen und Mütter haben ein Gros mehr an fundierte Lebenserfahrung.Mit minimal Löhnen Familien-Finanzen zeitgerecht jonglieren usw. Liebe Frau K und werte Schwestern Gisin, werden sie von den Medien zeitfüllend, medienwirksam missbraucht? Oder hat das Medium Fernsehen kompensierende Wirkung auf Ihre Medien-Absenz? Viel Glück!
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  • Kommentar von Alex Bachelor  (Alex Bachelor)
    Positiv in Verbindung mit Corona Krise finde ich eine schwierige Wortwahl, sofern es nicht auf eine explizite Erkrankung hinweisen soll.
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