- Der EV Zug verliert das Halbfinal-Hinspiel in der Champions Hockey League gegen Lulea zuhause mit 2:3.
- Die Zentralschweizer sind lange klar unterlegen, bleiben dank Leonardo Genoni aber in der Partie.
- Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag in Schweden statt.
Der Auftritt auf der europäischen Bühne hätte für den EV Zug eine willkommene Abwechslung zum tristen Liga-Alltag sein können. Die 2026 noch immer sieglosen Zentralschweizer konnten ihr Formtief aber auch in der Champions Hockey League nicht verbergen. Das Beste im Halbfinal-Hinspiel gegen Lulea war noch das Resultat. Nach dem 2:3 sind die Chancen auf den Final-Einzug zumindest in der Theorie noch intakt.
Auch die Leistung von Goalie Leonardo Genoni und die Effizienz stimmten beim EVZ. Letztere bescherte dem Heimteam in der 48. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 durch Tomas Tatar im Powerplay. In den letzten Minuten drückte das Team von Michael Liniger gar noch auf den Ausgleich. Das 3:3 wäre angesichts der Stärkeverhältnisse auf dem Eis aber ein zu grosszügiger Lohn gewesen.
Genoni hält Zug im Spiel
Die Verunsicherung war den Zugern schon zu Beginn der Partie anzusehen. Gegen die Schweden, die man in der Gruppenphase Ende August noch knapp bezwungen hatte, wurden die Zentralschweizer im ersten Drittel richtiggehend überrannt.
Zusätzlich zur Unterlegenheit auf dem Eis schlichen sich beim Heimteam zahlreiche kleinere Fehler ein. Einzig Genoni präsentierte sich in Normalform. Dem Torhüter war es zu verdanken, dass der erste Gegentreffer «erst» 94 Sekunden vor dem 1. Drittel fiel. Beim Abschluss von Heikki Liedes war aber auch der Nati-Torhüter machtlos.
Wingerlis Fehler
Auch im 2. Drittel rannte Zug dem Puck mehrheitlich hinterher, sendete mit dem Pfostenschuss von Daniel Vozenilek (26.) immerhin ein Lebenszeichen. Als das Heimteam bei Spielhälfte ein erstes Mal mit einem Mann mehr antreten durfte, zeigte sich der EVZ immerhin effizient. Jan Kovar traf in der 31. Minute im Powerplay zum 1:1.
Das Zuger Hoch war allerdings nur von kurzer Dauer. Zwei Minuten nach dem Ausgleich – der EVZ spielte erneut in Überzahl – liess sich Andreas Wingerli vor dem eigenen Tor die Scheibe abluchsen. Isac Hedqvist bedankte sich und brachte die Schweden erneut in Führung. Drei Minuten später erhöhte Ben Tardif auf 3:1.
Weil sich der EVZ im Schlussdrittel noch einmal aufraffte, fällt die Hypothek kleiner aus, als man zu Beginn der Partie hatte erwarten müsse. Das Rückspiel findet am nächsten Dienstag (20. Januar, live bei SRF) in Lulea statt.
Im anderen, rein schwedischen, Halbfinal gewann Frölunda Göteborg mit dem Schweizer Nationalverteidiger Dominik Egli das Hinspiel auswärts bei Brynäs 2:0.