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Champions Hockey League Kein nächster Schweizer Finalist: Zug kriegt die Kurve nicht

  • Der EV Zug kann in der Champions Hockey League nicht in den Spuren von Genf-Servette und der ZSC Lions wandeln.
  • Für ihn bedeutet der Halbfinal das Ende der Fahnenstange: Nach dem Hinspiel (2:3) geht auch das 2. Aufeinandertreffen mit Lulea in Schweden mit dem gleichen Resultat verloren.
  • Somit stehen die krisengebeutelten Zentralschweizer bei 10 Niederlagen am Stück.

Die aktuelle Kampagne der Champions Hockey League wird mit Sicherheit von keinem Schweizer Vertreter gewonnen werden – entsprechend reisst die seit 2024 währende stolze Serie. Der EV Zug verpasste den Final- bzw. Sieges-Hattrick eines National-League-Teams, indem er im Halbfinal gegen Lulea mit dem Gesamtskore von 4:6 auf der Strecke blieb.

Dem Team des angezählten Cheftrainers Michael Liniger muss zugute gehalten werden, dass es sich im hohen Norden aufgelehnt hat. Nach 26 Minuten und dem 0:3-Rückstand (einem kumulierten 2:6 unter Berücksichtigung des 2:3 im Hinspiel vor Wochenfrist) hatte sich ein höchst ungemütlicher Abend angekündigt. Doch Grégory Hofmann glückte eine schnelle Reaktion innert 37 Sekunden. In der 33. Minute wirbelte die erste Gäste-Linie erneut, und sandte Tomas Tatar umgehend nach einer gegnerischen Grosschance das nächste Lebenszeichen aus.

Der Slowake bügelte mit dem 2:3-Anschluss auch eine Unzulänglichkeit aus. Denn in der Startphase hatte sich Tatar gleich 2 Ausschlüsse erlaubt (einmal sogar 2+2 Minuten). Prompt musste sein Keeper Leonardo Genoni im Powerplay schon zum zweiten Mal hinter sich greifen (15.).

Kein Befreiungsschlag

Die erste frühe Unterzahl hatte noch keine Konsequenzen gehabt. Dafür schlug es in der 7. Minute erstmals hinter Genoni ein. Somit wurde die Ausgangslage mit der 0:1-Hypothek für die Zentralschweizer noch delikater. Symptomatisch für die aktuelle Verunsicherung der Zuger war, wie sie beim ersten Gegentor ausgespielt wurden. Wie im Lehrbuch tankte sich Brendan Shinnimin (ex SCL Tigers) nach einem rasanten Vorstoss durch, beim Ablenker war Isac Hedqvist zur Stelle.

Der EVZ liess im 3. Abschnitt nichts unversucht, realistisch war die Wende aber zu keinem Zeitpunkt. Der amtierende schwedische Meister liess sich nicht mehr vom Weg ins Endspiel abbringen. Somit wahrte Lulea mit dem 3:2 im Rückspiel die Chance, erstmals nach 2014/15 in der damaligen Debütsaison der Champions Hockey League wieder nach der Trophäe zu greifen.

Die Einschätzungen zum Spiel

Anders die Gemütslage bei den Zugern: Wettbewerbsübergreifend müssen sie die 10. Pleite in Serie verdauen und bleiben im Jahr 2026 sieglos. Nach der Rückreise aus Skandinavien wartet am Freitagabend das Auswärtsspiel gegen den EHC Kloten (live in der Eishockey-Konferenz von SRF). Das letzte Erfolgserlebnis in der Fremde datiert sogar vom 30. Oktober ...

Eishockeyspieler auf dem Spielfeld, Zuschauer im Hintergrund.
Legende: Der Zug in den Final ist ohne die Zuger abgefahren Jan Kovar fühlt sich auf dem Eis alleine gelassen. freshfocus/Simon Eliasson/Bildbyran

Eine Sache unter Schweden

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Der Entscheid um die Krone respektive um die Nachfolge der ZSC Lions fällt am Dienstag, 3. März. Dabei kommt es zur «Tre-Kronor»-Affiche Lulea vs. Frölunda. Dem Team aus Göteborg genügte nach der 2:0-Vorlage aus dem 1. Duell ein 2:2 bei den Landsleuten von Brynäs.

Service zur Champions Hockey League

srf.ch/sport & SRF zwei, Livestream, 20.01.2026 18:50 Uhr ; 

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