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CHL-Halbfinal gegen Lulea Überwindet Zug die Liga-Krise auf der europäischen Bühne?

Mitten in einer Krise versucht der EV Zug im Halbfinal der Champions Hockey League den Tritt wiederzufinden.

Zum zweiten Mal nach der Saison 2022/23 steht der EV Zug im Halbfinal der Champions Hockey League. Die Zentralschweizer empfangen am Dienstag im Hinspiel den schwedischen Meister Lulea und wollen sich vor dem Rückspiel im hohen Norden eine gute Ausgangslage verschaffen.

Sportlich ist das Duell auch ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die international überzeugen, in der heimischen Meisterschaft aber weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückliegen. Während sich Lulea in der SHL nach zuletzt zwei Siegen als Siebter wieder den Top 6 genähert hat, steckt der EVZ in der National League in einer Krise fest.

Die Zuger belegen aktuell nur den 8. Rang und haben bereits 8 Punkte Rückstand auf einen direkten Playoff-Platz. Der Start ins neue Jahr ist komplett misslungen. In fünf Spielen setzte es fünf Niederlagen ab, bei einem Torverhältnis von 5:19.

Konstanz bleibt das grosse Problem

Ein zentrales Problem bleibt die fehlende Konstanz. In dieser Saison ist es dem EVZ in der National League nie gelungen, mehr als zwei Siege aneinanderzureihen. Von Spiel zu Spiel tauchen neue Baustellen auf. Mal stimmt die Defensive nicht, mal fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive.

Zuletzt kam erschwerend hinzu, dass ausgerechnet die offensiven Leistungsträger nicht in Fahrt kamen. Dominik Kubalik und Tomas Tatar blieben in den ersten fünf Spielen des Jahres weitgehend wirkungslos und waren nur an einem einzigen Zuger Treffer beteiligt.

International zeigte der EVZ bislang ein deutlich stabileres Gesicht. Mit starken Auftritten sicherten sich die Zuger den Einzug unter die letzten vier Europas. Auch Lulea blickt auf eine erfolgreiche Geschichte im europäischen Klub-Wettbewerb zurück. Das Team aus dem Norden Schwedens gewann 2014/15 (mit dem Schweizer Nationalverteidiger Dean Kukan) die erste Ausgabe nach der Neuauflage und erreichte seither drei weitere Male die Halbfinals.

Lichtblick mit hoher Belastung

Der europäische Höhenflug ist für den EVZ jedoch auch eine zusätzliche Belastung. Das Programm ist extrem dicht. Allein im Januar stehen für die Zentralschweizer 15 Spiele an, in dieser Woche sind es wieder 4 Partien innert 5 Tagen. Dazu kommen gewichtige Ausfälle wie jener von Routinier Raphael Diaz, dessen Rückkehr nach einer Ende September erlittenen Verletzung am Gleichgewichtsorgan weiterhin offen ist, oder Offensivkünstler Lino Martschini, dessen Saison nach einem Kreuzbandriss vorzeitig zu Ende ist.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie das Halbfinal-Hinspiel zwischen dem EV Zug und Lulea in der Champions Hockey League am Dienstag ab 19:30 Uhr im kommentierten Livestream auf srf.ch/sport oder in der SRF Sport App.

Sportlich bietet sich den Zugern dennoch eine besondere Chance. Sie könnten als dritter Schweizer Klub nach Genève-Servette und den ZSC Lions den Einzug in den Final der Champions Hockey League schaffen. Die Aussicht, wie die siegreichen Genfer (2024) und Zürcher (2025) das Finalspiel vor Heimpublikum auszutragen, ist allerdings nur noch theoretischer Natur.

Umso wichtiger wäre es, sich am Dienstag in der eigenen Arena eine Ausgangslage zu erarbeiten, die Hoffnung nährt. In einer Saison voller Widersprüche ist die Champions Hockey League für den EVZ Lichtblick und Belastung zugleich.

Resultate

 

SRF zwei, Sportflash, 12.01.2026, 20:00 Uhr ; 

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