Neuer Anlauf mit neuem Format

Am Donnerstag beginnt die wieder ins Leben gerufene Champions Hockey League. 44 Teams aus 12 Ländern nehmen am Europacup-Turnier teil, darunter 6 NLA-Klubs. Schweizer Meister und Titelverteidiger ZSC Lions empfängt zum Auftakt Valerenga Oslo.

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Die ZSC Lions vor dem CHL-Start

4:06 min, aus sportaktuell vom 19.8.2014

In der Saison 2008/09 erlebte die Champions Hockey League (CHL) ihre Premiere - und gleichzeitig die einzige Austragung. Denn nach dem überraschenden Titelgewinn der ZSC Lions und dem Ausstieg eines Hauptsponsors wurde das Projekt nach nur einem Jahr wieder beerdigt. Nun gibt es einen neuen Anlauf mit neuem Format. 44 Teams aus 12 Ländern kämpfen um den Titel.

Vier Schweizer «Gründungsklubs»

Im Gegensatz zur Erstaustragung hat nicht mehr der Internationale Eishockey-Verband IIHF das Sagen, sondern 26 sogenannte «Gründungsklubs». «Das ist der wesentliche Unterschied zu früher», erklärt ZSC-CEO und CHL-Verwaltungsratsmitglied Peter Zahner. Während der ersten 4 Jahre sind die Gründerteams automatisch für den Bewerb qualifiziert. Aus der Schweiz sind dies der ZSC, Bern, Fribourg-Gottéron sowie Zug. Daneben lösten heuer Kloten und Genf auf sportlichem Weg das Ticket.

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CHL: Der Modus

Insgesamt 44 Teams aus 12 Ländern kämpfen um den Titel. Die Vorrunde (21.8. bis 7.10.) wird in 11 Gruppen mit Hin- und Rückspielen ausgetragen. Die Sieger sowie die 5 besten Zweiten kommen in die Achtelfinals. In der K.o.-Runde gibt es Hin- und Rückspiele, die Trophäe wird am 3.2.2015 vergeben. Die beiden Finalisten würden also 13 Spiele austragen.

Zahner: «Produkt stetig weiterentwickeln»

Noch steckt das Projekt selbstredend in den Kinderschuhen, das Format muss sich neu etablieren. «Das Produkt muss stetig weiterentwickelt werden», fordert ZSC-CEO Zahner. Eine der «Kinderkrankheiten» ist auch, dass der Wettbewerbsbeginn mit Mitte August ausserordentlich früh angesetzt ist. Das hat aber eine einfache Erklärung: «Mit dem bestehenden Modus bringt man nicht alle Interessen unter einen Hut», so Zahner. Die Terminfindung sei im voll bepackten Eishockey-Kalender ohnehin schwierig.

Auch die Frage, weshalb keine Vertreter aus der KHL dabei sind, ist einfach beantwortet. Die Russen hätten unerfüllbare Forderungen gehabt, so Zahner. Es laufen aber Bestrebungen, dass die KHL künftig ebenfalls an der CHL teilnimmt.

Ambitionierte Schweizer Teilnehmer

Die Schweizer Vertreter betonen ihre Ambitionen. SCB-Sportchef Sven Leuenberger stellt nach einer verpatzten Saison klar: «Die CHL ist für uns ein Wettbewerb und kein Vorbereitungsturnier.» Ähnlich klingt es auch bei Marc Crawford, der mit dem ZSC am Donnerstag in Dübendorf Valerenga Oslo empfängt. «Ich denke nicht, dass irgendjemand weniger als sein Bestes zeigen möchte», so der Lions-Coach. «Wir möchten erfolgreich sein.»

Captain Mathias Seger pflichtet seinem Coach bei und sagt: «Es ist wichtig fürs europäische Eishockey, dass es einen solchen Wettbewerb gibt.» Nur zu gerne erinnert er sich an die Glanzauftritte 2008/09. «Das ist etwas vom Grössten, das wir je erlebt haben.» Gegen Norwegens Rekordmeister geht es für die Zürcher aber zuerst einmal darum, schnellstmöglich vom Vorbereitungs- in den Ernstkampf-Modus umzuschalten.

Gruppen mit Schweizer Beteiligung

Gruppe B: ZSC Lions, Färjestad, Vienna Capitals, Valerenga Oslo
Gruppe C: Frölunda Göteborg (Sd), Villach (Ö), Genf, Briancon (Fr)
Gruppe D: Zlin (Tsch), Freiburg, Eisbären Berlin, Djurgarden Stockholm
Gruppe E: Tappara Tampere (Fi), Ocelari Trinec (Tsch), Bern, Stavanger Oil (No)
Gruppe H: Ingolstadt, Saipa Lappeenranta (Fi), Vitkovice (Tsch), EV Zug
Gruppe I: Salzburg, Kloten Flyers, Jyväskylä (Fi), Jönköping (Sd)

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 19.8.14, 22:20 Uhr

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Die ZSC Lions gewinnen die CHL gegen Metallurg Magnitogorsk

6:20 min, aus sportaktuell vom 21.1.2009