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Der SRF-Experte im Interview Streit: «Der ZSC und Bern stehen mir am nächsten»

Mark Streit
Legende: Premiere Mark Streit als Experte im SRF-Studio. SRF

Am Mittwoch wurde Mark Streit bei SRF Sport als neuer Eishockey-Experte vorgestellt. Ende letzten Jahres hat der 40-Jährige seine Karriere als Profi beendet. Im Interview spricht er über seine favorisierten Teams, die Zeit in Übersee und seine Pläne für die Zukunft.

SRF Sport: Mark Streit, in Ihrer Zeit als Spieler haben Sie für Fribourg-Gottéron, den HC Davos, die ZSC Lions und den SC Bern gespielt. Für wen schlägt Ihr Herz am meisten?

Mark Streit: Ich habe sehr gute Erinnerungen an alle Teams und bin auch noch mit ihnen verbunden. Bei Gottéron hat alles angefangen, bei Davos habe ich einen guten Draht zu Arno (Del Curto, d. Red.). Beim ZSC hatte ich eine wunderschöne Zeit, bin Meister geworden. In Bern bin ich aufgewachsen, gleich neben dem Stadion, und habe meine gesamte Juniorenzeit hier verbracht. Insgesamt stehen mir der ZSC und Bern sicher am nächsten.

Wie haben Sie sich in Übersee eigentlich über das Schweizer Eishockey auf dem Laufenden gehalten?

Ich habe immer die Resultate mitverfolgt und mir auch die Highlights der Partien angeschaut.

Jetzt sind Sie wieder zurück in der Schweiz. Wie haben Sie sich eingelebt?

Die Rückkehr in die Schweiz ist mir relativ einfach gefallen. Auch, weil ich während meiner Zeit in der NHL die Sommermonate jeweils hier verbracht habe. Schwierig war der Abschied aus Amerika, da war sehr viel Wehmut mit dabei.

Vermissen Sie bereits etwas aus den USA?

Die amerikanische Offenheit – die ja zum Teil als Oberflächlichkeit abgestempelt wird – hat mir sehr zugesagt. Die Leute sind sehr familien- und kinderfreundlich. Und natürlich hat mir das Grossstadtleben immer gefallen. In «Philly» habe ich mitten in der Stadt gewohnt, und das habe ich schon sehr genossen.

Sind Sie auch neben der Arbeit bei SRF Sport mit dem Eishockey verbunden?

Es wird noch eine andere Funktion für mich im Hockey geben, die sich derzeit gerade anbahnt. Genaueres kann ich dazu noch nicht sagen. Wenn man einmal den Eishockey-Virus hat, kann man den nicht einfach so loswerden, auch wenn man es versucht (lacht).

Und neben dem Eishockey?

Ich habe auch noch ein Projekt in der Privatwirtschaft am Laufen, das in den nächsten Wochen und Monaten verwirklicht werden soll. In der Uhrenindustrie – das ist eine andere Leidenschaft von mir.

Das Gespräch führte Philippe Jäggi.

Mark Streit

Der 40-Jährige absolvierte ab 2005 insgesamt 820 Partien für die Montreal Canadiens, die New York Islanders, die Philadelphia Flyers und die Pittsburgh Penguins – mehr als jeder andere Eishockeyspieler aus der Schweiz. In 22 Profijahren absolvierte Streit ferner 200 Länderspiele für die Schweiz, nahm an mehreren Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen teil und gewann mit den ZSC Lions die Schweizer Meisterschaft.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.3.18, 20:10 Uhr

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