- Urs Kessler gibt sein Amt als Präsident des Schweizer Eishockeyverbandes (SIHF) per sofort ab.
- Dies teilt der Verband am Montagmorgen nach dem verlorenen Final der Schweiz an der Heim-WM mit.
- Kessler wolle «den Weg freimachen für einen Neuanfang».
Einen Tag nach der bitteren Final-Niederlage der Schweizer Nati gegen Finnland in Zürich an der Heim-WM tritt Urs Kessler als Verwaltungsratspräsident der SIHF zurück. Wie der Schweizer Eishockeyverband mitteilt, will er damit kurz nach der Heim-WM den Weg für einen Neuanfang freimachen.
Kessler hatte das Amt erst im vergangenen September angetreten. Er folgte damals auf Stefan Schärer, der im Dezember 2024 auf Druck der Ligen zurückgetreten war.
«Nicht die richtige Person»
Nach nur neun Monaten gibt Kessler diese Aufgabe nun wieder ab. Der Rücktritt nach dem verlorenen WM-Final begründet der ehemalige CEO der Jungfraubahnen mit einem vom Verband dringend benötigten Neuanfang.
«Die fortwährenden Diskussionen haben mir gezeigt, dass ich dafür nicht die richtige Person bin», wird er in der Mitteilung des Schweizer Eishockeyverbandes zitiert.
Fehler beim Fall Fischer eingeräumt
Wenige Wochen vor der Heim-WM in Zürich und Lausanne hatte die «Causa Fischer» das Schweizer Eishockey durchgeschüttelt: Der damalige Nati-Trainer Patrick Fischer musste nach einem aufgeflogenen Corona-Zertifikatsschwindel rund um die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking seinen Posten räumen. Die SIHF und damit Präsident Kessler mussten dabei ebenfalls Fehler einräumen.